Homöopathie Jahreskurse - Archetypen der Schöpfung

Die Homöopathie Jahreskurse von Jürgen Becker pausieren aktuell.

Zu den Kursen der letzten Jahre folgende Informationen:

Jürgen Becker bietet Homöopathie Jahreskurse in Freiburg i. Br. an. Jeder Jahreskurs besteht aus fünf Wochenenden. Der Kurs richtet sich an Homöopathen und interessierte Anfänger.

Um die Arbeitsweise kennenzulernen besteht die Möglichkeit auf Anfrage an einem Schnupper-Wochenende teilzunehmen.
Jahreskurse in Freiburg i. Br. Allgemeine Beschreibung zu den Jahreskursen

Nach Jahrzehnten intensiver homöopathischer Grundlagenforschung (Köhler, Bad Boller Arzneimittelprüfungen, C4-Verreibungen) und Praxis stellt der erfahrene homöopathische Arzt Jürgen Becker in vier Jahreskursen die Essenz dessen vor, was die Homöopathie dabei an Vertiefung und Weiterentwicklung erfahren hat. Dem Jahreskurs in Freiburg ist ein dreijähriger Jahreskurs in Ulmen in der Eifel mit ähnlichem Curriculum vorausgegangen.
Im Wesentlichen geht es dabei um den Schritt von einer formalen Bestimmung der Ähnlichkeit bloß aus den Symptomen heraus zu einem inhaltlichen Verständnis von Kranksein und Arzneikraft. In diesem inhaltlichen Sinn sind homöopathische Arzneimittel als Archetypen der Schöpfung zu betrachten, die nicht nur eine jeweils spezifische Art von Kranksein, sondern auch eine jeweils spezifische natürliche Weisheit zu vermitteln haben.
Zur Heilung sind diejenigen Mittel geeignet, an deren spezifischer Art von Kranksein der Betreffende leidet, wie ihm die entsprechende spezifische Weisheit jeweils fehlt. Es geht nicht nur darum Symptome zu beheben, sondern menschliche Entwicklung anzuregen. Dazu ist es erforderlich, über die körperlichen und psychischen Symptome hinaus den ganzen Menschen in allen seinen Lebensdimensionen wahrzunehmen bzw. die dazu erforderlichen Sinne erst einmal zu entwickeln. Jede homöopathische Arzneimittelprüfung und besonders jede Verreibung ist ein Schritt in diese Richtung, der gleichzeitig unser Verständnis des jeweiligen Archetyps der Schöpfung vertieft. Ein wesentliches Element der Jahreskurse wird über das Seminarprogramm hinaus in homöopathischen Verreibungen und Prüfungen bestehen.
Der Kurs bietet vielfältige Möglichkeiten des Lernens, nicht allein für den Geist, sondern auch für Leib und Seele. In dieser Hinsicht wenden wir uns nicht nur an erfahrene Homöopathen und solche, die es einmal werden wollen, sondern an alle, denen die Kraft und Weisheit der Archetypen der Schöpfung im menschlichen Leben ein besonderes Anliegen ist.


Termine

Kurs II in Freiburg: Minerale als stabile Grundlage - 5 Wochenenden - Februar bis Dezember 2009
13.-15. Feb 2009 Calcium carbonicum, die Calciums und die Carbonicums
03.-05. April 2009 Silicea, Alumina, die Silicatums, die Oxidatums und die Causticums 
05.-07. Juni 2009 die Kaliums, die Phosphoricums, die Sulfuricums und die Arsenicosums
25.-27. Sept 2009 Natrium muriaticum, die Natriums und die Muriaticums
06.-08. Nov 2009 Die Magnesiums, die Jodatums, Fluoratums und die Bromatums 

Zeit: Freitags 16 Uhr bis Sonntags 13 Uhr
Ort: Freiburg im Breisgau


Jahreskurs II in Freiburg: Erd- und Mineralsalze für eine stabile Grundlage im Leben

Kurzfassung

Jürgen Becker
Februar 2009 bis Dezember 2009

In der Entwicklung der Homöopathie bedeuten die Erd- und Mineralsalze gegenüber den Pflanzen einen großen Schritt vorwärts. Viele von ihnen, nämlich alle von Natur aus unlöslichen Mineralien wie z.B. Kalk und Kiesel, lassen sich allerdings nicht einfach verschütteln, sondern müssen erst einmal drei oder vier Stunden lang mit Milchzucker verrieben werden. Außerdem sind die meisten von ihnen in dem Sinne nicht giftig, dass sie bei den meisten Menschen ein deutliches akutes Vergiftungsbild hervorrufen würden (wie die teilweise recht giftigen Arzneipflanzen). Würden wir z.B. einen Löffel Kalk, Kiesel oder Ton essen, passiert erst einmal kaum etwas – außer dass es relativ schwer fällt, sich diese Stoffe überhaupt in größerer Menge einzuverleiben.
Am ehesten zugänglich ist die feinstoffliche Wirkung von Erd- und Mineralsalzen aus Mineralquellen. In den meisten Fällen enthalten sie ein vielfältiges Gemisch von mehr oder weniger löslichen Mineral- und Metall-Salzen. Erstaunlicherweise lässt die Wirkung von frischem Mineralwasser aus solchen Mineralquellen erheblich nach, wenn man ihre Salze erst durch Verdunsten des Wassers kristallisieren lässt, auch wenn man sie dann wieder im selben Wasser löst. Allem Anschein nach beruht zumindest ein erheblicher Teil ihrer Heilkraft auf so etwas Ähnlichem wie natürlicher Verschüttelung.
In früheren Zeiten war die Natur der Menschen einer bestimmten Gegend, bis hin zu ihrer körperlichen Konstitution, viel mehr durch die jeweiligen Mineralsalze ihres Trinkwassers geprägt als in unserer Zeit, wo das Trinkwasser technisch aufbereitet und von vielem gereinigt wird.
Wie ein einzelnes Mineralsalz in der äußeren Natur nur einen kleinen Anteil der Inhaltsstoffe von Mineralwässern ausmacht, so macht es auch nur einen relativ kleinen Anteil der Inhaltsstoffe einer lebenden Zelle aus. In einer pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Körperzelle ist ja sehr vieles in gelöster und ungelöster Form enthalten.
Auch was die Entwicklung lebender Organismen auf der Erde angeht, gehören z.B. Kalk und Kiesel zu den ersten Bildungselementen von einzelligen Lebewesen. Im Meer besitzen z.B. Rädertierchen oder Radiolarien ein Kieselskelett, während Foraminiferen von einem löcherigen Gehäuse aus Kalk getragen werden. Auch im Meerwasser selbst sind sehr viele Mineralsalze gelöst, allen voran das Kochsalz. Offensichtlich spielen die Mineralsalze eine grundlegende Rolle bei der Entstehung lebendiger Organismen. Entsprechend grundlegend ist ihre Bedeutung im menschlichen Leben, indem sie für eine stabile Grundlage zu sorgen haben.
 
Die wichtigsten Mineralsalze sind dabei der Kalk, früher als „Kalkerde“ bezeichnet, der Kiesel, früher als „Kieselerde“ bezeichnet, der Ton, in dem der chemische Stoff „Tonerde“ enthalten ist, und das Kochsalz, in der Bibel als „Salz der Erde“ bezeichnet. Durch CIII-Verreibung und anschließende Verschüttelung hat Hahnemann diese an sich wenig arzneikräftigen Stoffe als Calcium carbonicum, Silicea, Alumina und Natrium muriaticum in die homöopathische Arzneimittellehre eingeführt und zu grundlegenden Arzneimitteln in der Behandlung chronischer Krankheiten gemacht, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
Später sind weitere Kalk- und Natrium-Salze dazugekommen wie auch Kalium- und Magnesium-Salze, erst einmal jeweils die Carbonate (-carbonicum), Chloride (-muriaticum), Sulfate (-sulfuricum) und Phosphate (-phosphoricum). Diese 4 mal 4 = 16 Mineralsalze (Calc-, Kali-, Nat-, Mag- – -carb, -mur, -sulf, -phos) bilden den Grundstock der Mineralsalze.
Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Silicate (-silicatum), die Oxide (-oxidatum), die Hydroxide (-causticum), die Fluoride (-fluoratum), Jodide (-jodatum), Bromide (-bromatum), die Nitrate (-nitricum) und die Arsenate (-arsenicosum). Insgesamt bieten die Erd- und Mineralsalze eine große Fülle von 4 mal 12 = 48 Variationsmöglichkeiten.
Als Salze ermöglichen sie einen leichteren Zugang in die reichhaltige Welt der grundlegenden chemischen Bausteine des Lebens als die 17 Elemente selbst (H –… C, N, O, Fl – Na, Mg, Al, Si, P, S, Cl – K, Ca, … As, Br – und J), da sie als Salz nicht mehr isoliert für sich als einzelnes Element stehen, sondern schon an etwas anderes gebunden sind.
Vor allem die löslichen Salze lösen sich dabei in e­lekt­risch positiv und negativ geladenen Ionen auf, die als Pole gelöst im Wasser umher schwimmen, zusammen mit anderen positiv und negativ geladenen Ionen anderer Salze. Aus diesem lebendigen Ganzen verkörpern sie ein Spannungspaar, das als Mineralsalz nur dadurch auskristallisiert, dass dem Ganzen das Wasser – und damit das Leben – entzogen wird. Bei einem materiellen Mineralsalz handelt es sich also genau genommen um die aus dem Lebensfluss ins Mineralische heraus gefallene materielle Form des Mineralsalzes.
 
Die einfachste Anwendungsweise potenzierter Erd- und Mineralsalze sind die so genannten Schüssler-Salze. Sie werden als D12-verriebene Milchzucker-Tabletten verordnet (überhaupt nicht verschüttelt!!) unter der Vorstellung, dass dadurch den Zellen fehlende Mineralstoffe zugeführt werden. Unter den 24 Schüssler-Salzen befinden sich 16 Erd- und Mineralsalze: (22.) Ca-ca., (2.) Ca-ph, (12.) Ca-su, (1.) Ca-fl, – (11.) Sil, – (5.) Ka-ph, (6.) Ka-su, (20.) Ka-al-su, (4.) Ka-mur, (14.) Ka-br, (15.) Ka-j, (13.) Ka-as, – (8.) Na-mur, (9.) Na-ph, (10.) Na-su – und (7.) Mg-ph. (Dazu noch ein paar Metall-Salze.)
In der klassischen Homöopathie sind ebenfalls 16 Erd- und Mineralsalze  recht gut bekannt, nämlich: Calc-carb (Austernschalen-Kalk), Calc-phos (phosphorsaure Kalkerde), Calc-flu (Fluss-Spat), Hep-sulf (Kalk-Schwefel-Leber), – Silicea (Kieselerde), Alumina (Tonerde), – Kali-carb (Pottasche), Kali-sulf, Kali-phos, – Nat-mur (Kochsalz), Nat-carb (Soda), Nat-sulf (Glaubersalz), – Mag-phos, Mag-carb (Bittererde), Mag-mur und Mag-sulf (Bittersalz).
Es handelt sich also in etwa um dieselben 16 Stoffe, wobei manche besser als Schüssler-Salze bekannt sind (z.B. die Phosphor-Salze und Calc-flu), manche besser als homöopathische Mittel (Calc-carb, Silicea, Alumina, Nat-mur, die Carbonate und die Magnesium-Salze).
 
Mit den Calcium-Salzen erfahren wir etwas über unsere grundlegende Sicherheit, die wir vor allem in der Kindheit benötigen, allerdings nicht nur mit Calc-carb, Calc-phos und Calc-flu, sondern auch mit allen anderen Calcium-Salzen (Calc-sulf, Calc-mur, Calc-jod, Calc-ars), vor allem aber den Umwandlungssalzen des gebrannten, gelöschten und gebundenen Kalks (Calc-oxid, Calc-caus und Calx). Sie vermitteln uns jeweils auf eine andere Weise die Selbstverständlichkeit, die wir benötigen, um als werdende und wachsende Wesen dem Leben und seinen grundlegenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Jedes Calcium-Salz mit einer besonderen Strategie.
Dieses Beispiel zeigt schon, dass die homöopathischen Kräfte der Mineralsalze eine viel grundlegendere Bedeutung im menschlichen Leben haben, als eine bestimmte Pathologie zu erzeugen oder zu heilen. Sie begleiten unser Leben ganz grundsätzlich, vom frühesten Beginn an – bis zum Sterbeprozess und vermitteln uns immer wieder neu ihre grundlegende Sicherheit und Selbstverständlichkeit für die jeweils anstehenden Schritte im Leben.
Auch Silicea und Alumina sind ähnlich grundlegend, Silicea was unsere kristalline Grundstruktur und damit innere Bestimmung angeht, Alumina was uns als geistbegabtes Individuum, das aus Körper, Seele und Geist zum individuellen Menschen wird – wie in der biblischen Schöpfungsgeschichte beschrieben, indem Gott dem aus Lehm hergestellten Menschen seinen Odem einatmet. Auch sie eignen sich dazu, die Grundsicherheit in dieser Hinsicht immer wieder überprüfen und korrigieren zu können.
Das vierte dieser vier grundlegenden Erdsalze Calc-carb (Kalkerde), Silicea (Kieselerde), Alumina (Tonerde) ist Natrium muriaticum, das „Salz der Erde“, durch den unser spiritueller Körper mit ins Spiel kommt, wie Jesus Christus in der Bergpredigt betont.
Bei den Kalium-Salzen geht es um unsere Familienbande, um unser Eingebundensein in ein größeres System, an dem wir beteiligt sind, erst einmal in unser jeweiliges Familiensystem. Hier können wir von den verschiedenen Kalium-Salzen Orientierung und Unterstützung bekommen, indem sie zwischen unserer eigenen Natur und der unserer Familie einschließlich der Ahnen und des von ihnen Hinterlassenen vermitteln können. Die Vielfalt der Aufgaben und Strategien ist hier besonders groß.
Bei den Natrium-Salzen gewinnt die spirituelle Dimension des menschlichen Lebens an Bedeutung. Sie steht dem Biologischen, das die Calcium-Salze vermitteln, als höhere Aufgabe wie gegenüber. Ein bekanntes Beispiel für diese Qualitäten findet sich in dem kleinen Büchlein „Der Prophet“ (Gibran) wieder. Auch diese Aufgabe kann uns im Leben immer wieder vor große Aufgaben stellen, bei denen es immer auch etwas „aufzugeben“ gibt.
Mit diesen Mineralsalzen gewinnen wir gleichzeitig einen ersten Einblick in die grundlegenden Dimensionen des Lebendigen. Dem Kohlenstoff (C, -carbonicum) als grundlegendem Element der vitalen CI-Dimension folgen Calcium als grundlegendes Element für die polare CII-Dimension, Kalium für die Synthese der CIII-Dimension und Natrium für die Revision der CIV-Dimension.
 
Bei den Magnesium-Salzen geht es um das große Thema der inneren Zuwendung von Kleinkindern und Kinder zu ihren Eltern, die auf vielfältige Weise gestört sein kann, vor allem bei Spannungen, besonders zwischen den Eltern. Sie haben eine besondere Bedeutung für die Zukunft – und ermöglichen gleichzeitig einen ersten Zugang zu kollektiven CV-Dimension.
 
Mit die feinstofflichen Kräften dieser insgesamt 50 Erd- und Mineralsalze (4x12 +2) die von der Schöpfung her für die grundlegende Sicherheit und Stabilität im Leben zuständig ist, wollen wir auf lebendige und gleichzeitig systematische Weise an 5 Wochenenden im Jahr 2009 vertraut machen. Dazu gehört einerseits, die jeweilige Wesenskraft anschaulich und nachvollziehbar darzustellen und zu schildern, andererseits aber auch jede/n einzelne/n Teilnehmer/in im eigenen Bezug zum jeweiligen Thema zu unterstützen, durch Prüfung, Einnahme und Verreibung der jeweils individuell passenden Erd- und Mineralsalze.
Für das Jahr 2010 ist der Kurs II mit den 7 klassischen Metallen (der Weg von Blei zu Gold) und ihren insgesamt etwa 70 Metallsalzen vorgesehen, die auf den Mineralsalzen aufbauen und einem vor allem im erwachsenen Leben emotionale Stärke vermitteln, und für das Jahr 2011 der Kurs IV mit den Miasmen, Nosoden und spezifischen Antwortmitteln, die auf die Metalle und Metallsalze aufbauen und für die therapeutische Reife in der Homöopathie stehen.
 
 
Folgende Termine und Themen sind vorgesehen:
13. – 15. Febr.        Calcium carbonicum, die Calciums und die Carbonicums
  3. –   5. April        Silicea, Alumina, die Silicatums, die Oxidatums und die Causticums
  5. –   7. Juni         die Kaliums, die Phosphoricums, die Sulfuricums und die Arsenicosums
25. – 27. Sept.        Natrium muriaticum, die Natriums und die Muriaticums
  6. –   8. Nov.        Die Magnesiums, die Jodatums, Fluoratums und die Bromatums
 
Dabei kann jeweils ein Wochenende zum Kennenlernen genutzt werden. Danach sollte man sich allerdings für den Rest des Jahreskurses verbindlich anmelden.
Der Preis für ein solches Schnupperwochenende (einschließlich Teilverpflegung von 50€ für 2 Mahlzeiten und Pausen) beträgt 270€, für den Gesamtkurs 1200€, bei Zahlung 6 Wochen im Voraus 250€ bzw. 1100€ jeweils
Fortbildungspunkte für Ärzte: 19
 
Dauer des Seminars: Freitag: 16 – 19 Uhr, Samstag: 9 – 19 Uhr, Sonntag: 9 – 13 Uhr
Ort: Caritas-Tagungsstätte, 79104 Freiburg, Wintererstr. 17-19, Tel. 0761-200538
 
Anmeldung bitte bei
Institut für Homöop. Heilmittel-Forschung: Tel. 0761-553 553, Fax. -52094 oder info @ ihhf.de
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Verbindliche Anmeldung:
Name……………………………………………………      (  ) Wochenende am…………………
Straße……………………………………………………    (  ) Jahreskurs Mineralsalze 2009
PLZ und Ort………………………………………………
Tel………………………………………………………     Email………………………………
Die Kursgebühr in Höhe von €……………habe ich am …………………………überwiesen an
IHHF, Kto.Nr. 100 896 95, Sparkasse Freiburg, BLZ 680 501 01.
Datum………………                                                  Unterschrift…………………………


Jahreskurs II in Freiburg: Erd- und Mineralsalze für eine stabile Grundlage im Leben

Langfassung

Jürgen Becker
Februar 2009 bis Dezember 2009

Die Homöopathie wird bisher als eine medizinische Methode verstanden, wie man kranke Men-schen mit potenzierten Naturstoffen heilen kann, nämlich genau dann, wenn ihr individuelles Be-schwerdebild eine besondere Ähnlichkeit mit denjenigen Beschwerden aufweist, die das betreffende homöopathische Arzneimittel bei gesunden Menschen hervorruft, dem so genannten homöopathischen Arzneimittelbild. Die Kunst der homöopathischen Behandlung besteht also im Wesentlichen darin, erst einmal das genaue individuelle Beschwerdebild jedes Kranken in Erfahrung zu bringen und dann das-jenige  homöopathische Arzneimittel ausfindig zu machen, dessen homöopathisches Arzneimittelbild dem individuellen Beschwerdebild des Kranken am ähnlichsten ist.
Hinter dieser erst einmal nicht so leicht verständlichen Methode der Heilung durch formale Ähn-lichkeit der Erscheinungsformen menschlichen Krankseins verbirgt sich jedoch noch viel mehr. Poten-zierte Naturstoffe rufen nämlich bei den meisten relativ gesunden und einigermaßen feinfühligen Menschen sehr viel mehr hervor als bloß bestimmte Beschwerden und Symptome. Vorübergehend können sie die innere Natur des Menschen, sein subjektives Empfinden, Erleben und Verhalten, in bestimmte Bahnen lenken, so dass man sich für einige Zeit je nach der Potenz, in der man das jewei-lige Mittel prüft (C6, C30, C200), körperlich, emotional und geistig deutlich anders erlebt und verhält als sonst. Das müssen überhaupt keine Krankheitssymptome sein, sondern können auch einfach bloß bisher ungewohnte Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühle und scheinbar zufällige Erlebnisse sein, bis hin zu ungewöhnlichen Träumen. Genau darin drückt sich nämlich die innere Natur des homöo-pathischen Arzneimittels aus, je nach Potenzstufe auf der Ebene des körperlichen, des emotionalen oder des geistigen Befindens, Erlebens und Verhaltens des Menschen. Damit haben wir die Möglich-keit, das weite Spektrum der unterschiedlichsten menschlichen Naturen kurzfristig in uns selbst zu er-leben und kennen zu lernen – mit Hilfe potenzierter Naturstoffe überwiegend aus dem Pflanzen-, Mi-neral- und Tierreich. Die innere Natur der jeweiligen Pflanzen- und Tierart sowie des jeweiligen Stoffes drückt sich dabei in der menschlichen Natur aus, allerdings nicht objektiv und absolut, sondern durch die individuelle Natur jedes einzelnen Prüfers mit einer subjektiven Färbung, also subjektiv und relativ.
Noch viel eindrücklicher und deutlicher ist das innere Erleben der geheimnisvollen inneren Natur von Pflanzen, Tieren und Stoffen während der homöopathischen Verreibung von Naturstoffen, die Hahnemann schon vor etwa 180 Jahren entwickelt hat. Auch dabei geht es um sehr viel mehr als um die mechanische Herstellung eines materiellen Arzneimittels. Es war ja schon immer klar, dass die Wirkung homöopathischer Arzneimittel unmöglich materieller Natur sein kann, sondern „irgendwie“ immaterieller Natur sein muss.
Schon eine C3 enthält nur noch 1 Millionstel der Dosis des Ausgangsstoffs, eine C6 sogar nur noch 1 Billionstel. Zur Verdeutlichung: 1 Millionstel (0, 000 001) entspricht dem Verhältnis von 1 Millime-ter zu 1 Kilometer und 1 Billionstel (0, 000 000 000 001) dem Verhältnis von 1 Tausendstel Millimen-ter zu tausend Kilometern! Etwa in einer C12 sind nur noch einzelne Moleküle oder Atome des Aus-gangsstoffs enthalten, d.h. alle Potenzen jenseits von C12 sind aus naturwissenschaftlich-pharma-kologischer Sicht mit Sicherheit pharmakologisch wirkungslos, weil sie überhaupt keinen materiel-len Wirkstoff mehr enthalten können (außer Wasser, Alkohol oder Milchzucker). In der Homöopathie haben sich allerdings noch sehr viel höhere Potenzen als äußerst wirksam erwiesen, so genannte Hochpotenzen wie z.B. C30, C200 und C1000.
Während der homöopathischen Verreibung kann man erleben, wie die immaterielle innere Natur des jeweiligen Naturstoffs unmittelbar mit der genauso immateriellen inneren des Menschen in Kon-takt, Resonanz und Austausch kommt, und zwar in der 1. Stunde – der CI-Verreibung – überwiegend auf der Ebene des Körperlich-Vitalen, in der 2. Stunde – der CII-Verreibung – überwiegend auf der Ebene des Emotionalen, in der 3. Stunde – der CIII-Verreibung – überwiegend auf der Ebene des Geistig-Mentalen und in der 4. Stunde – der CIV-Verreibung – auf der Ebene des Spirituellen bzw. der Seele des Menschen.
Während des homöopathischen Verreibungsvorgangs geschieht also ein Doppeltes: im Mörser wird eine Dimensionsstufe nach der anderen die innere Natur des jeweiligen Naturstoffs aus der Materie freigesetzt und als immaterielle Schwingung auf den Milchzucker übertragen und gleichzeitig erleben wir in unserem eigenen Inneren die jeweilige Dimension der Wesenskraft des betreffenden Naturstoffs auf der entsprechenden Dimensionsstufe unseres inneren Wesens. Wir erfahren dabei also nicht nur die immateriell-lebendigen Dimensionen der inneren Natur des jeweiligen Naturstoffs, sondern gleich-zeitig immer auch die immateriell-lebendigen Dimensionen der eigenen inneren Natur als Mensch.
Dabei zeigt sich ganz offenkundig, dass das Körperlich-Vitale, das Emotionale, das Geistig-Mentale und das Spirituelle jeweils eigene Dimensionsstufen der Wirklichkeit des menschlichen Lebens sind und keineswegs – wie die naturwissenschaftliche Medizin einfach behauptet, weil sie al-les anderes ignoriert – alles Lebendige bloße Folge der Materie und der durch sie und auf sie  wirken-den naturwissenschaftlichen Kräfte ist.
Will man den lebendigen Einfluss der inneren Natur des jeweiligen Naturstoffs auf die eigene inne-re Natur und das eigene Lebensgeschehen noch deutlicher erfahren, kann man nach der Verreibungs-stufe etwas von dem CI-, CII-, CIII- und CIV-Pulver einnehmen.
Noch deutlicher wird die Erfahrung, wenn man nach der CI-Verreibung etwas CI-Pulver C6-verschüttelt (61)  und prüft, nach der CII-Verreibung etwas CII-Pulver C36-verschüttelt (62), nach der CIII-Verreibung etwas CIII-Pulver C216-verschüttelt (63) und nach der CIV-Verreibung schließlich etwas CIV-Pulver C1269-verschüttelt (64). Die ersten Potenzen (CI-6 und CII-36) haben sich vor al-lem als Prüfpotenzen (zu homöopathisch-diagnostischen Zwecken) für die jeweilige Dimensionsstufe des Lebendigen bewährt, während die CIII- und CIV-verriebenen Potenzen (C6, C30, C200 und C1000 aus CIII-Verreibung als Potenzen der klassischen Homöopathie und C10, C40, C220 und C1300 aus CIV-Verreibung als bis in die spirituelle Dimension hinein befreite oder erlöste Potenzen) sich vor allem zur Behandlung eignen.
Ergreift man diese Möglichkeiten und erfährt dabei gleichzeitig die innere Natur der Wesens-kräfte der Schöpfung als auch die höheren Stufen der menschlichen Natur immer wieder auf neue Weise, so verwandelt sich die Homöopathie nach und nach von einer formalen Behandlungsmethode der Erscheinungsformen menschlichen Krankseins zu einer Lebenskunde der inneren Natur der ge-samten Schöpfung, die sich in der menschlichen Natur ausdrückt, zuerst im Körperlich-Vitalen, dann im Emotionalen und Geistig-Mentalen – und darüber hinaus sogar im Spirituellen.
Auf diese Weise ergeben sich natürlich sehr viel mehr Möglichkeiten der therapeutischen Anwen-dung homöopathischer Arzneimittel als über die bloße Ähnlichkeit der Symptome, die sich zudem in der klassischen Homöopathie zu 90 etwa Prozent im Bereich der körperlichen Symptomen bewegen, zu einem kleinen Teil auch im Bereich der Gefühle und des emotionalen Erlebens und Verhaltens. Das Geistig-Mentale wurde bisher kaum durch homöopathische Arzneimittel-Prüfungen erfahren, sondern entweder aus Heilungsverläufen oder aus geistigen Überlegungen von erfahrenen Homöopathen er-schlossen. Von der spirituellen Dimension homöopathischer Arzneimittel hat die klassische Homöopa-thie bisher praktisch kaum eine Ahnung, jedenfalls nicht in ihrer offiziellen Lehre.
Die Wirklichkeit homöopathischer Arzneikräfte reicht also noch erheblich weiter in die lebendige Natur des Menschen und des Lebens hinein als die klassische Homöopathie selbst.
 

Kurs I: Einheimische Arzneipflanzen
als natürlicher Einstieg  zur Entwicklung der natürlichen Vielfalt, Lebendigkeit und Feinfühligkeit

Im Kurs I der homöopathischen Lebenskunde und Schöpfungsmedizin spielen Arzneipflanzen die wesentliche Rolle. Sie verkörpern etwas Natürliches, das in der menschlichen Natur für natürliches Wachstum, für Vielfalt und Lebendigkeit und für die vielfältigen Situationen des menschlichen Le-bens steht. Für diese Natürlichkeit des Lebens können sie unsere Sinne, unsere Feinfühligkeit und Sensibilität erwecken und entwickeln.
Arzneipflanzen können nicht nur als Giftpflanzen akute Vergiftungsbilder erzeugen und bei ent-sprechender homöopathischer Ähnlichkeit als potenzierte homöopathische Arzneimittel auch gezielt zur Heilung anregen, sondern sie können auch bei relativ gesunden Menschen die Gesundheit fördern und vor allem im Emotionalen unsere Natürlichkeit, Lebendigkeit und Sensibilität anregen. Und zwar jede auf ihre spezifische Weise.
Die klassische Homöopathie hat ihr Schwergewicht vor allem auf die relativ giftigen Arzneipflan-zen gelegt wie z.B. Aconitum, Arnica, Belladonna, China, Conium, Helleborus, Hyoscyamus, Hyperi-cum, Ignatia, Nux vomica, Tabacum, Staphysagria, Stramonium, Pulsatilla, Rhus toxicodendron und Veratrum album.
Wir haben mehr Wert auf die relativ ungiftigen und seit langem in der Naturheilkunde bewährten einheimischen Heilpflanzen gelegt. Dabei haben wir die natürliche Heilkraft von Taraxacum (Lö-wenzahn), Urtica (Brennessel), Tussilago (Huflattich), Plantago (Spitzwegerich), Millefolium (Schaf-garbe), Alchemilla (Frauenmantel), Carlina (Silberdistel), Epilobium (Weidenröschen), Solidago (Goldrute), Viola (Stiefmütterchen) und auch einigen Bäumen wie Sambucus (Holunder), Corylus (Haselnuss) und Populus (Pappel) erfahren, aber auch die Heilkraft einiger Arzneipflanzen der klassi-schen Homöopathie weiter vertieft, wie z.B. von Arnica (Bergwohlverleih), Belladonna (Tollkirsche) und Hypericum (Johanniskraut).
Diese jeweils 16 Arzneipflanzen erlauben schon einen recht tiefen Eindruck in die pflanzliche Na-tur des menschlichen Lebens. Sie reichen von akuten Alltagserkrankungen (Erkältungen, Verletzun-gen, Entzündungen) über alltägliche emotionale Belastungssituationen bis hin zum Verständnis für die vielfältigen Naturelle dieser Arzneipflanzen, die das menschliche Leben vieler Menschen prägen, die auf manches recht empfindlich und sensibel reagieren, ein bestimmtes Klima und besondere Um-stände brauchen, damit sie sich wohl fühlen und aufblühen können  – wie Pflanzen.
Von der Potenzierung und den Potenzen ermöglichen die Pflanzen einen ganz leichten Einstieg in ihre Arzneikräfte, weil es schon reicht, sie bis zur C6 oder C30 zu verschütteln, um kleine akute Er-krankungen und emotionale Belastungen mit ihrer Hilfe heilen zu können. Noch besser gelingt dies mit CIII- und CIV-verriebenen Potenzen, die vor allem in höheren Potenzen (C200 bzw. C220 und C1000 bzw. C1300) das menschliche Dasein noch wirksamer beleben können.
Der entscheidende Vorteil der Pflanzen zum Einstieg in die homöopathische Lebenskunde liegt nämlich darin, dass sich ihre Wesenskräfte sehr gut auf unsere jeweils individuelle menschliche  Natur einstellen und mit ihr auf ganz leichte und natürliche Weise in Berührung kommen und sich mit uns austauschen können – wie ein Dialog mit einem immateriellen Natur- oder Schöpfungswesen. Mit nicht so giftigen Arzneipflanzen gelingt dies noch besser als mit den giftigen.
Am deutlichsten lässt sich dies während der eigenhändigen CIV-Verreibung von Arzneipflanzen erleben, bei der ihre Wesenskraft uns erst körperlich (CI) und  emotional (CII), dann mental (CIII) und schließlich spirituell (CIV) berührt, auf ihre Weise auffordert und unser Leben mit ihrer natürlichen Weisheit bereichert.

 
Kurs II: Erd- und Mineralsalze
für eine stabile Grundlage im Leben

In der Entwicklung der Homöopathie bedeuten die Erd- und Mineralsalze gegenüber den Pflanzen einen großen Schritt vorwärts. Viele von ihnen, nämlich alle von Natur aus unlöslichen Mineralien wie z.B. Kalk und Kiesel, lassen sich allerdings nicht einfach verschütteln, sondern müssen erst einmal drei oder vier Stunden lang mit Milchzucker verrieben werden.
Außerdem sind die meisten von ihnen in dem Sinne nicht giftig, dass sie bei den meisten Menschen ein deutliches akutes Vergiftungsbild hervorrufen würden (wie die teilweise recht giftigen Arznei-pflanzen). Würden wir z.B. einen Löffel Kalk, Kiesel oder Ton essen, passiert erst einmal kaum etwas – außer dass es relativ schwer fällt, sich diese Stoffe überhaupt in größerer Menge einzuverleiben.
Am ehesten zugänglich ist die feinstoffliche Wirkung von Erd- und Mineralsalzen aus Mineral-quellen. In den meisten Fällen enthalten sie ein vielfältiges Gemisch von mehr oder weniger löslichen Mineral- und Metall-Salzen. Erstaunlicherweise lässt die Wirkung von frischem Mineralwasser aus solchen Mineralquellen erheblich nach, wenn man ihre Salze erst durch Verdunsten des Wassers kris-tallisieren lässt, auch wenn man sie dann wieder im selben Wasser löst. Allem Anschein nach beruht zumindest ein erheblicher Teil ihrer Heilkraft auf so etwas Ähnlichem wie natürlicher Verschüttelung.
In früheren Zeiten war die Natur der Menschen einer bestimmten Gegend, bis hin zu ihrer körper-lichen Konstitution, viel mehr durch die jeweiligen Mineralsalze ihres Trinkwassers geprägt als in unserer Zeit, wo das Trinkwasser technisch aufbereitet und von vielem gereinigt wird.
Wie ein einzelnes Mineralsalz in der äußeren Natur nur einen kleinen Anteil der Inhaltsstoffe von Mineralwässern ausmacht, so macht es auch nur einen relativ kleinen Anteil der Inhaltsstoffe einer le-benden Zelle aus. In einer pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Körperzelle ist ja sehr vieles in gelöster und ungelöster Form enthalten.
Auch was die Entwicklung lebender Organismen auf der Erde angeht, gehören z.B. Kalk und Kie-sel zu den ersten Bildungselementen von einzelligen Lebewesen. Im Meer besitzen z.B. Rädertierchen oder Radiolarien ein Kieselskelett, während Foraminiferen von einem löcherigen Gehäuse aus Kalk getragen werden. Auch im Meerwasser selbst sind sehr viele Mineralsalze gelöst, allen voran das Kochsalz. Offensichtlich spielen die Mineralsalze eine grundlegende Rolle bei der Entstehung leben-diger Organismen. Entsprechend grundlegend ist ihre Bedeutung im menschlichen Leben, indem sie für eine stabile Grundlage zu sorgen haben.

Die wichtigsten Mineralsalze sind dabei der Kalk, früher als „Kalkerde“ bezeichnet, der Kiesel, früher als „Kieselerde“ bezeichnet, der Ton, in dem der chemische Stoff „Tonerde“ enthalten ist, und das Kochsalz, in der Bibel als „Salz der Erde“ bezeichnet. Durch CIII-Verreibung und anschließende Verschüttelung hat Hahnemann diese an sich wenig arzneikräftigen Stoffe als Calcium carbonicum, Silicea, Alumina und Natrium muriaticum in die homöopathische Arzneimittellehre eingeführt und zu grundlegenden Arzneimitteln in der Behandlung chronischer Krankheiten gemacht, vor allem bei Kin-dern und Jugendlichen.
Später sind weitere Kalk- und Natrium-Salze dazugekommen wie auch Kalium- und Magnesium-Salze, erst einmal jeweils die Carbonate (-carbonicum), Chloride (-muriaticum), Sulfate (-sulfuricum) und Phosphate (-phosphoricum). Diese 4 mal 4 = 16 Mineralsalze (Calc-, Kali-, Nat-, Mag- – -carb, -mur, -sulf, -phos) bilden den Grundstock der Mineralsalze.
Darüber hinaus gibt es aber auch noch die Silicate (-silicatum), die Oxide (-oxidatum), die Hydro-xide (-causticum), die Fluoride (-fluoratum), Jodide (-jodatum), Bromide (-bromatum), die Nitrate (-nitricum) und die Arsenate (-arsenicosum). Insgesamt bieten die Erd- und Mineralsalze eine große Fülle von 4 mal 12 = 48 Variationsmöglichkeiten.
Als Salze ermöglichen sie einen leichteren Zugang in die reichhaltige Welt der grundlegenden chemischen Bausteine des Lebens als die 17 Elemente selbst (H –… C, N, O, Fl – Na, Mg, Al, Si, P, S, Cl – K, Ca, … As, Br – und J), da sie als Salz nicht mehr isoliert für sich als einzelnes Element stehen, sondern schon an etwas anderes gebunden sind.
Vor allem die löslichen Salze lösen sich dabei in e¬lekt¬risch positiv und negativ geladenen Ionen auf, die als Pole gelöst im Wasser umher schwimmen, zusammen mit anderen positiv und negativ geladenen Ionen anderer Salze. Aus diesem lebendigen Ganzen verkörpern sie ein Spannungspaar, das als Mineralsalz nur dadurch auskristallisiert, dass dem Ganzen das Wasser – und damit das Leben – entzogen wird. Bei einem materiellen Mineralsalz handelt es sich also genau genommen um die aus dem Lebensfluss ins Mineralische heraus gefallene materielle Form des Mineralsalzes.

Die einfachste Anwendungsweise potenzierter Erd- und Mineralsalze sind die so genannten Schüssler-Salze. Sie werden als D12-verriebene Milchzucker-Tabletten verordnet (überhaupt nicht verschüttelt!!) unter der Vorstellung, dass dadurch den Zellen fehlende Mineralstoffe zugeführt wer-den. Unter den 24 Schüssler-Salzen befinden sich 16 Erd- und Mineralsalze: (22.) Ca-ca., (2.) Ca-ph, (12.) Ca-su, (1.) Ca-fl, – (11.) Sil, – (5.) Ka-ph, (6.) Ka-su, (20.) Ka-al-su, (4.) Ka-mur, (14.) Ka-br, (15.) Ka-j, (13.) Ka-as, – (8.) Na-mur, (9.) Na-ph, (10.) Na-su – und (7.) Mg-ph. (Dazu noch ein paar Metall-Salze.)
In der klassischen Homöopathie sind ebenfalls 16 Erd- und Mineralsalze  recht gut bekannt, näm-lich: Calc-carb (Austernschalen-Kalk), Calc-phos (phosphorsaure Kalkerde), Calc-flu (Fluss-Spat), Hep-sulf (Kalk-Schwefel-Leber), – Silicea (Kieselerde), Alumina (Tonerde), – Kali-carb (Pottasche), Kali-sulf, Kali-phos, – Nat-mur (Kochsalz), Nat-carb (Soda), Nat-sulf (Glaubersalz), – Mag-phos, Mag-carb (Bittererde), Mag-mur und Mag-sulf (Bittersalz).
Es handelt sich also in etwa um dieselben 16 Stoffe, wobei manche besser als Schüssler-Salze be-kannt sind (z.B. die Phosphor-Salze und Calc-flu), manche besser als homöopathische Mittel (Calc-carb, Silicea, Alumina, Nat-mur, die Carbonate und die Magnesium-Salze). 

Mit den Calcium-Salzen erfahren wir etwas über unsere grundlegende Sicherheit, die wir vor allem in der Kindheit benötigen, allerdings nicht nur mit Calc-carb, Calc-phos und Calc-flu, sondern auch mit allen anderen Calcium-Salzen (Calc-sulf, Calc-mur, Calc-jod, Calc-ars), vor allem aber den Um-wandlungssalzen des gebrannten, gelöschten und gebundenen Kalks (Calc-oxid, Calc-caus und Calx). Sie vermitteln uns jeweils auf eine andere Weise die Selbstverständlichkeit, die wir benötigen, um als werdende und wachsende Wesen dem Leben und seinen grundlegenden Herausforderungen gewach-sen zu sein. Jedes Calcium-Salz mit einer besonderen Strategie.
Dieses Beispiel zeigt schon, dass die homöopathischen Kräfte der Mineralsalze eine viel grundle-gendere Bedeutung im menschlichen Leben haben, als eine bestimmte Pathologie zu erzeugen oder zu heilen. Sie begleiten unser Leben ganz grundsätzlich, vom frühesten Beginn an – bis zum Sterbepro-zess und vermitteln uns immer wieder neu ihre grundlegende Sicherheit und Selbstverständlichkeit für die jeweils anstehenden Schritte im Leben.
Auch Silicea und Alumina sind ähnlich grundlegend, Silicea was unsere kristalline Grundstruk-tur und damit innere Bestimmung angeht, Alumina was uns als geistbegabtes Individuum, das aus Körper, Seele und Geist zum individuellen Menschen wird – wie in der biblischen Schöpfungsge-schichte beschrieben, indem Gott dem aus Lehm hergestellten Menschen seinen Odem einatmet. Auch sie eignen sich dazu, die Grundsicherheit in dieser Hinsicht immer wieder überprüfen und korrigieren zu können.
Das vierte dieser vier grundlegenden Erdsalze Calc-carb (Kalkerde), Silicea (Kieselerde), Alumina (Tonerde) ist Natrium muriaticum, das „Salz der Erde“, durch den unser spiritueller Körper mit ins Spiel kommt, wie Jesus Christus in der Bergpredigt betont.
Bei den Kalium-Salzen geht es um unsere Familienbande, um unser Eingebundensein in ein grö-ßeres System, an dem wir beteiligt sind, erst einmal in unser jeweiliges Familiensystem. Hier können wir von den verschiedenen Kalium-Salzen Orientierung und Unterstützung bekommen, indem sie zwi-schen unserer eigenen Natur und der unserer Familie einschließlich der Ahnen und des von ihnen Hin-terlassenen vermitteln können. Die Vielfalt der Aufgaben und Strategien ist hier besonders groß.
Bei den Natrium-Salzen gewinnt die spirituelle Dimension des menschlichen Lebens an Bedeu-tung. Sie steht dem Biologischen, das die Calcium-Salze vermitteln, als höhere Aufgabe wie gegen-über. Ein bekanntes Beispiel für diese Qualitäten findet sich in dem kleinen Büchlein „Der Prophet“ (Gibran) wieder. Auch diese Aufgabe kann uns im Leben immer wieder vor große Aufgaben stellen, bei denen es immer auch etwas „aufzugeben“ gibt.
Mit diesen Mineralsalzen gewinnen wir gleichzeitig einen ersten Einblick in die grundlegenden Dimensionen des Lebendigen. Dem Kohlenstoff (C, -carbonicum) als grundlegendem Element der vi-talen CI-Dimension folgen Calcium als grundlegendes Element für die polare CII-Dimension, Kalium für die Synthese der CIII-Dimension und Natrium für die Revision der CIV-Dimension.

Bei den Magnesium-Salzen geht es um das große Thema der inneren Zuwendung von Kleinkin-dern und Kinder zu ihren Eltern, die auf vielfältige Weise gestört sein kann, vor allem bei Spannun-gen, besonders zwischen den Eltern. Sie haben eine besondere Bedeutung für die Zukunft – und er-möglichen gleichzeitig einen ersten Zugang zu kollektiven CV-Dimension.


Mit die feinstofflichen Kräften dieser insgesamt 50 Erd- und Mineralsalze (4x12 +2) die von der Schöpfung her für die grundlegende Sicherheit und Stabilität im Leben zuständig ist, wollen wir auf lebendige und gleichzeitig systematische Weise an 5 Wochenenden im Jahr 2009 vertraut machen. Dazu gehört einerseits, die jeweilige Wesenskraft anschaulich und nachvollziehbar darzustellen und zu schildern, andererseits aber auch jede/n einzelne/n Teilnehmer/in im eigenen Bezug zum jeweiligen Thema zu unterstützen, durch Prüfung, Einnahme und Verreibung der jeweils individuell passenden Erd- und Mineralsalze.
Für das Jahr 2010 ist der Kurs III mit den 7 klassischen Metallen (der Weg von Blei zu Gold) und ihren insgesamt etwa 70 Metallsalzen vorgesehen, die auf den Mineralsalzen aufbauen und einem vor allem im erwachsenen Leben emotionale Stärke vermitteln, und für das Jahr 2011 der Kurs IV mit den Miasmen, Nosoden und spezifischen Antwortmitteln, die auf die Metalle und Metallsalze aufbau-en und für die therapeutische Reife in der Homöopathie stehen.