Ausschnitt aus dem Skript zu Sulfur:

 

C1-Verreibung (23. 11. 2000)

1.  Phase 

Ganz im Leben. Der Schwefel bringt euch ganz ins Leben. Ganz wach und anwesend – keine „meditative“ oder „spirituelle“ Stimmung – ganz im Leben, selbstverständlich und frei. 

Offene Augen, offene Ohren, offener Geist für euch und die Welt. Offen für das, was aus den Tiefen der Seele in das alltägliche Leben – so wie ihr als Menschen seid – kommt. So selbstverständlich, wie das Leben eben ist – Alltag, Menschentag. 

Konzentriert auf den Augenblick, denn es zeichnet das menschliche Dasein aus, dass es den Augenblick gibt – ganz wirklich und authentisch. Gelassen in dem Augenblick. Vergiss Vergangenheit und Zukunft! Das ist die Symbolik des Augenblicks, dass es ihn gibt, dass er nicht Vergangenheit ist und nicht Zukunft. Das ist der Augenblick des menschlichen Lebens. 

Immer wieder ein neuer Anfang. Immer wieder liegt das Alte hinter euch und darf vergessen werden. Ihr wisst nie, was kommen wird. So ist euer menschliches Dasein. So ist das Menschenleben der Seele aufgebaut! Auf dieser Basis lasst ihr euch ein, seid ihr in jeder Hinsicht unbedarft – Kinder. 

Dies zu verstehen bedeutet viel:

·        Der Augenblick,

·        das Vergessen,

·        das Nicht-Wissen,

dass dies die Struktur eures Lebens ist. 

Das Nicht-Bekannte, das Unbewusste kann dann aus der Tiefe kommen, und ihr könnt es mit kindlichem Gemüt empfangen – neugierig, erstaunt, unwissend. Selbst dieses Erfahren könnt ihr wieder vergessen. Diese Chance wird euch immer wieder gegeben. Mit dieser Basis müsst ihr in Einklang kommen, damit muss sich die Seele anfreunden. Ihr seid dabei offen und klar – ganz Menschenkinder. 

Die C1-Verreibung eröffnet sich für mich in der ersten Phase mit einem klaren Verweis auf unser menschliches Dasein. Darum geht es! Auf unser Leben als Menschen auf dieser Erde sollen wir uns konzentrieren, hier hin bringt uns der Schwefel. Das menschliche Leben ist durch den Augenblick, das Vergessen und den Neuanfang, das Nicht-Wissen und die Begegnung mit dem Unbekannten aus der Tiefe unserer Seele gekennzeichnet. Unsere Haltung dabei soll offen, klar, authentisch, gelassen, konzentriert, neugierig, staunend, unwissend und mit kindlichem Gemüt sein. Dann kann sich der Prozess des Menschenlebens für die Seele fruchtbar entwickeln. 

Eine erste Indikation für Schwefel als homöopathisches Arzneimittel deutet sich an: Immer wenn es der Haltung des Menschen deutlich an den oben genannten Eigenschaften mangelt, er dem Leben gegenüber indifferent, verschlossen, „künstlich“, unkonzentriert, uninteressiert und voreingenommen gegenüber steht, dann kann die Schwefelkraft ihm wieder zu einem lebendigen Bezug zu seiner Lebensentwicklung helfen. Dies ist ein aktivierender und reinigender Prozess auf allen Ebenen (Körper, Gefühl, Geist, Seele) des Menschseins.

2. Phase 

Es gibt so viel zu erkennen. Erkennen wird zu einem eigenen Zweck. Was aus der Tiefe kommt, gilt es zu betrachten, zu erleben, zu erfahren und dann auch wieder zu vergessen, damit die Kraft, die Neugier, der Freiraum und der Anreiz bleiben, weiter zu erkennen.  

Für euch Menschen ist dann ein Kreis abgeschlossen –  für eure Seele aber wird ein großer Schatz aufgebaut. So baut ihr als Menschen aus dem, was aus der Tiefe kommt, den Schatz für eure Seele auf – nehmt auf, verdaut, baut auf und scheidet aus.  

Ihr baut in euch auf. Dafür steht das Eiweiß. Es ist der Prozess des Schwefels, aus dem, was aus der Tiefe kommt, aufzubauen. Dieser Prozess findet viel zu wenig Beachtung. Der Prozess des Aufbaus – auch mit seiner Reinigung – ist der zugrunde liegende Prozess.  

Um dies zu verstehen:

1.      Das Eiweiß,

2.      Calcium sulfuricum,

3.      Kalium sulfuricum,

4.      Natrium sulfuricum,

5.      Magnesium sulfuricum,

all diese Schwefelverbindungen bauen euch als Menschen auf – jedes in seiner Dimension.  

An die Betrachtung des menschlichen Lebens als Bezugspunkt des Schwefels aus der ersten Phase schließt sich ein weitergehendes Verständnis an. Wir Menschen durchleben hier auf der Erde einen Kreislauf aus Betrachten, Erleben, Erfahren und Vergessen bzw. Aufnehmen, Verdauen, Aufbauen und Ausscheiden. Für unsere Seele bedeutet dies den Aufbau eines „Schatzes“. Das menschliche Sein ist offensichtlich in eine höhere Ordnung integriert, die dem einzelnen Individuum nur wenig bekannt ist. Wir Menschen stehen dabei dem, das aus der „Tiefe“ kommt, gegenüber. Im Augenblick verstehe ich die Tiefe als das, was uns als Kräfte des Lebens, aber auch als unser Seelenausdruck  begegnet.  

Die Aussage dieser Verreibungsphase betont ganz ausdrücklich, dass es bei der Schwefelkraft im Kern um einen aufbauenden Prozess geht. Diese Aussage wird dann präzisiert: Alle Schwefelverbindungen bauen uns in ihrer Dimension als Menschen auf. Konkret bedeutet dies, die Schwefel-Kohlenstoffverbindung Eiweiß baut primär unseren materiellen Körper, Calcium sulfuricum unseren Gefühlsbereich, Kalium sulfuricum unseren geistig-mentalen Bereich, Natrium sulfuricum die Ebene unserer höheren Seele und Magnesium sulfuricum die kollektive, überindividuelle Dimension auf. In diesem Bezugssystem ist auch der Einsatz der homöopathischen Arzneikraft zu sehen.  

Eine ganz allgemeine Indikation für den Schwefel und seine Verbindungen liegt somit in einer Aktivierung des Aufbauprozesses des Menschen in allen seinen Dimensionen. Wo dieser gestört ist, da kann die Schwefelkraft helfen.

3. Phase 

Natürlich bleibt bei allen Aufbauprozessen auch etwas zurück:

·        bei Mag-sulf eure alten überlebten Bindungen (Kollektive),

·        bei Nat-sulf eure falschen Selbstdarstellungen und -bilder,

·        bei Kal-sulf eure überlebte geistige Einstellung,

·        bei Calc-sulf altes Leid und alte Täuschungen,

·        beim Eiweiß all der materielle Abfall. 

Es geht aber nicht um das, was übrig bleibt, sondern um das, was aufgebaut wird: eure Körper, eure ehrlichen Gefühle, eure fruchtbaren und freien geistigen Einstellungen, eure neuen Bindungen. Wenn ihr der Kraft des Schwefels begegnet, wird dies die Folge für euch sein. Dabei gibt es auch Ausscheidungen – das, was für den Prozess nicht benötigt wird.  

Warum der aufbauende Prozess in der vierten Dimension (Natrium sulfuricum), bezogen auf den Ausdruck des Wesens im Leben, hier unerwähnt bleibt, kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise handelt es sich um eine Unaufmerksamkeit von mir beim Aufschreiben. 

Bild:
Vulkanausbrüche. Hier wird neues Land, neue fruchtbare Erde für neues Leben aus der Tiefe der Erde aufgebaut. Alles ist dann vergessen und vorbei und ein neuer Zyklus beginnt.  

Auf euch Menschen bezogen: So könnt ihr der Seele Neues schenken, was sie für sich nie erreichen könnte. Schwefel ist schöpferisch. Schöpfung heißt aber immer auch, dass dann Altes hinter einem liegt. 

Schwefelquellen: Sie führen zu einer Verjüngung des Lebens.

Auf den Körper bezogen:

·        Alle Prozesse, die zu einer Belebung, Verjüngung führen.

·        Alles Abgestorbene, Kranke wird zur Seite geräumt.

·        Der Körper kräftigt sich, reinigt sich, erneuert sich.

Der Überschwang hier im Körper für die Schwefelkraft ist, wenn es dann nur noch um das Wachsen und Gedeihen des Körpers, des Materiellen geht. 

Als Erstes wird hier noch einmal die reinigende Wirkung der Schwefelkraft betont. Dies gilt für alle Dimensionen ihrer Wirkung. Materielle Schlacken, überkommene Gefühle und Täuschungen, überlebte geistige Einstellungen, falsche Selbstbilder und alte überlebte Bindungen im Kollektiv werden beseitigt. Dies ist aber nur eine notwendige Phase im Prozess des Aufbaus und der Entwicklung. Denn im Mittelpunkt steht das Schöpferische des Schwefels. Hierdurch wird der Seele Neues geschenkt. Auf den materiellen Körper bezogen geht es um eine Kräftigung und Reinigung, eine Belebung und Verjüngung, die durch die Beseitigung des Kranken und Abgestorbenen eingeleitet wird. Dabei kann es im Körper auch zu einem „Überschwang“, einer „Einseitigkeit“ kommen, wenn es nur noch um das materielle Gedeihen und Wachsen geht. Ein besonderer Ausdruck des einseitigen Bezugs auf das Materielle liegt in einer Überbetonung des Strebens nach materiellen Gütern.

4. Phase 

Die Schwefelsalze zeigen den Weg, dass die Schwefelkraft in allen Dimensionen des Menschseins wirken kann/soll/muss. Wenn sie nur als reine Schwefelkraft auf euch Menschen wirkt, kann sehr leicht der Fall eintreten, dass eine Dimension, insbesondere die des Körpers, alle anderen übertönt. Die Schwefelkraft schafft es dann nicht, vertikal zu wirken. 

Nat-sulf zeigt zum Beispiel, dass auch eure Seele selbst in ihrem Ausdruck aufgebaut wird. Deshalb ist der Weg über die Salze so wichtig.  

Ich spüre eine starke Verbindung/Beschäftigung damit, dass der Bezug zur Seele beachtet wird. 

Auch beim Schwefel geht es um eure Seele. Für sie wird der Schatz aufgebaut. 

Noch einmal:
Bei all den Schwefelsalzen habt ihr immer etwas hinter euch gelassen und etwas Neues erreicht/aufgebaut. Auf den Körper bezogen heißt das: Wie schnell hat sich jedes Atom im Körper ausgewechselt! Wie häufig werdet ihr im Leben ganz erneuert! Natürlich geht es beim Schwefel auch um die Frage, was das mit eurer Seele zu tun hat, denn der Prozess ist auf sie bezogen. Sie ist tief in den Schwefelprozess eingebettet.
 

In der vierten Phase der C1-Verreibung wird die Aussage, dass der Schwefel in allen Dimensionen menschlichen Lebens wirken soll, noch einmal aufgenommen. Dies kann durch einen abgestimmten Einsatz des „passenden“ Schwefelsalzes in einer Behandlung ermöglicht werden. Dadurch wird eine einseitige Betonung des Aufbaus und Wachstums einer Dimension, insbesondere der körperlich-materiellen, vermieden.  

Es wird noch einmal betont, dass es im Kern um den Bezug zur Seele geht. Es ist also ein vertikaler Prozess durch alle Dimensionen des Menschseins. Nat-sulf als Schwefelverbindung der C4 steht somit an zentraler Stelle der Wirkung der Schwefelkraft. 

Im menschlichen Organismus werden die meisten Eiweiße laufend auf- und abgebaut; die biologische Halbwertszeit beträgt beispielsweise für das Plasma-Albumin 20 - 25 Tage; in dieser Zeit ist das Albumin zur Hälfte abgebaut und durch neues Material ersetzt.

5. Phase 

Konzentration auf den Augenblick, auf den Mitmenschen – Neugier, Zuneigung, Interesse für den anderen Menschen.  

Auch der gesamte Menschheitskörper erneuert sich. Auch der Menschheitskörper wird immer wieder zu einem neuen Körper aufgebaut. Auch hier gibt es Ausscheidungen. So wird die Menschheit in der Schwefelkraft neu gestaltet. 

Ich fühle mich ganz wach, aufmerksam und aufnahmefähig. Ich empfinde es als selbstverständlich, wie sich mein Menschsein hier zu einer Verbindung mit den Kräften zusammenfügt. Ich fühle mich voller Energie, kraftvoll, freudig und interessiert. Was passiert in der Welt? Offen sein für die Welt. 

Schwefel betont die Vertikale. Eine gelbe Vertikale. 

Die fünfte Phase betont die kollektive Einbindung des einzelnen Individuums. Dies zeigt sich im gesunden Zustand in Neugier, Interesse und Zuneigung für die Mitmenschen. Wo diese fehlen, fehlt auch der aufbauende, vitale Einfluss der Schwefelkraft. 

Die Schwefelkraft reinigt und baut auch am gesamten Menschheitskörper und gestaltet ihn so immer wieder neu. Es ist eine vertikale Kraft, die bis in diese kollektive Dimension reicht.

6. Phase 

Das Problem des Schwefels im Menschenreich ist die Einseitigkeit. Weil er so nach dem Aufbauen strebt, tut er das, wo es möglich ist, aber nicht unbedingt dort, wo es fehlt. Um dieses Problem zu lösen, habt ihr die Schwefelsalze, und zwar nicht nur die vier hier beschriebenen.

Der Schwefel selbst muss mit seiner großen Kraft eingebunden werden (sonst treibt er wilde Blüten).

 

Das ist auch deine Schwierigkeit. Du lässt dich begeistern, etwas aufzubauen, um dieses Prozesses selbst willen. Das ist ganz Schwefelkraft.  

Ihr Menschen entwickelt Ideen, Vorstellungen, und dann wollt ihr bauen – einfach drauf los. Hier stoßt ihr dann irgendwann an weitergehende, tiefere Fragen: Was, wozu, wohin soll gebaut werden? Dann muss eure Seele Beachtung finden! 

In der sechsten Phase geht es um die Schwefelkraft selbst. Sie strebt nach dem Aufbauen, und zwar um seiner selbst willen. Das führt dazu, dass die Schwefelkraft im Menschen eingebunden werden muss. Für eine erfolgreiche Behandlung mit homöopathischem Schwefel heißt dies, dass die Schwefelverbindungen zu beachten sind, und zwar nicht nur die hier bereits erwähnten vier Schwefelsalze, sondern darüber hinausgehend weitere Verbindungen: zum Beispiel Argentum sulfuricum, Cuprum sulfuricum oder Plumbum sulfuricum. 

Auf uns Menschen wirkt die reine Schwefelkraft derart, dass wir Ideen und Vorstellungen entwickeln und diese ohne größere Beachtung sonstiger Umstände umzusetzen versuchen. Das ist wiederum ein Hinweis auf eine Indikation für homöopatischen Schwefel. Dieses „unbedachte“ Verhalten führt uns nämlich an weitergehende, tiefere Fragen, was sich durchaus als Lebenskrise, mit der Frage nach dem Sinn des Daseins,  zeigen kann.

Zusammenfassung 

Die C1-Verreibung eröffnet das Thema der Schwefelkraft: Der Schwefel bringt uns Menschen ganz ins Leben. Das bedeutet, dass wir lebendig, offen, klar, neugierig, wach und  anwesend den Augenblick leben. So sind wir für das bereit, was aus der „Tiefe“ unseres Daseins kommt, und können hieraus unser Leben entwickeln. In diesen Prozess bringt uns die Schwefelkraft, und hier wirkt auch ihr homöopathischer Einsatz heilend. 

Dabei geht es im Kern immer um einen aufbauenden Prozess auf allen Ebenen des menschlichen Seins. Zur Förderung des Schwefelprozesses auf jeder Ebene sind die Schwefelverbindungen von großer Bedeutung. Beispielhaft kann man den aufbauenden Prozess des Schwefels gut in der Kohlenstoff-Schwefel-Verbindung des Eiweiß erkennen. 

Der Aufbauprozess wird zumeist durch eine Phase der Reinigung des Bestehenden von Schlacken und Abgestorbenem eingeleitet. Auch diese Phase vollzieht sich in allen Dimensionen menschlichen Seins (Körper, Gefühl, Geist, Seele, Kollektiv). 

Im Schwefelprozess selbst ruht immer auch die Möglichkeit des Überschwangs. Das heißt, der durch die Schwefelkraft angeregte Aufbauprozess beachtet nicht, dass es im Kern um die Seele geht, für die hier auf Erden ein „Schatz“ aufgebaut wird. Auch hier schaffen die Schwefelverbindungen durch die Einbindung der Schwefelkraft in einen gerichteten Prozess und den Bezug auf eine Dimension menschlichen Seins die Möglichkeit einer gezielten harmonisierenden und heilenden Wirkung. 

Die Schwefelkraft bindet den Menschen in einen kollektiven Menschheitskörper. Findet dieser Prozess in Harmonie statt, zeigt sich dies im Interesse, in Neugier und Zuneigung für die Mitmenschen. 

Zu beachten bei der Schwefelkraft ist immer, dass sie eingebunden in die gegebenen Lebensziele wirkt. Sonst kann sie sich in einem reinen Aufbau um seiner selbst willen ausdrücken. 

Indikationen für Schwefel 

·        Der Mensch  ist nicht richtig im Leben. Er ist dem Leben gegenüber indifferent, verschlossen, „künstlich“, unkonzentriert, uninteressiert und voreingenommen eingestellt. Dann kann die Schwefelkraft ihm wieder zu einem lebendigen Bezug zu seiner Lebensentwicklung helfen. Dies ist ein aktivierender und reinigender Prozess auf allen Ebenen (Körper, Gefühl, Geist, Seele) des Menschseins.

·        Eine ganz allgemeine Indikation für den Schwefel und seine Verbindungen liegt in einer Aktivierung des Aufbauprozesses des Menschen in allen seinen Dimensionen. Wo dieser gestört ist, da kann die Schwefelkraft helfen.

·        Auf den materiellen Körper bezogen geht es um eine Kräftigung und Reinigung, eine Belebung und Verjüngung, die durch die Beseitigung des Kranken und Abgestorbenen eingeleitet wird.

·        Der Schwefelprozess enthält auch die Phase der Reinigung und Entschlackung. Wo dies gefordert ist, kann die Schwefelkraft helfen.

·        Der Aufbauprozess ist durch eine einseitige Betonung einer Dimension menschlichen Seins, insbesondere die C1-Ebene und/oder einen Überschwang gekennzeichnet. Hier können in besonderem Maße die Schwefelsalze helfen, diesen Prozess wieder in Harmonie zu bringen.

·        Wenn Neugier, Interesse und Zuneigung für die Mitmenschen fehlen, sich der Mensch nicht als Teil des Ganzen fühlt, hilft die Schwefelkraft den Bezug zur Menschheit zu schaffen.

·        Der Mensch hat sich in das Leben „gestürzt“, ohne Beachtung seiner Lebensaufgaben und   -ziele. Er hat einfach Ideen entwickelt und versucht diese umzusetzen. Nun „stürzt“ ihn dies in eine Lebenskrise, und er fragt sich, wozu, warum, weshalb er sein Leben lebt. Die Schwefelkraft verführt zu solch einem „rücksichtslosen“ Verhalten. Hier muss sie in andere Kräfte und den Seelenausdruck eingebunden werden. Dies kann durch die Kraft der passenden Schwefelverbindung möglich werden. 

Insgesamt sieht man: Es geht um vitale, grundlegende Lebensprozesse menschlichen Seins. Die Wahl der richtigen Gabe des homöopathischen Arzneimittels wird nicht immer leicht sein. Ganz ausdrücklich ist dabei der Einsatz der Schwefelverbindungen zu beachten, möglicherweise mit der Gabe der entsprechenden Potenz des reinen Schwefels passend zur primär „gestörten“ Dimension menschlichen Seins.

 

Also: 

1.      Die passende Schwefelverbindung, um die Schwefelkraft in eine andere Kraft und damit in eine gezielte Wirkweise einzubinden.

2.      Die richtige Schwefelpotenz bezogen auf den Körper (C115), das Gefühl (C415), den mental-geistigen Bereich (C2215), den spirituell-wesenartigen Bereich (C13015) oder die kollektiv, überindividuelle Ebene (C77815). So wird die Schwefelkraft mit Schwerpunkt in einer bestimmten Dimension menschliches Seins aktiviert.

Symptome 

Auf dem Seminar ergaben sich bei den Teilnehmern im Rahmen der C1-Verreibung vielfältige Symptome mit einem Schwerpunkt im Bereich des lebendigen Körpers. Hier habe ich einen Ausschnitt aus der Besprechung der Verreibungsphänomene nach der C1-Verreibung wiedergegeben: 

Fehlende körperliche Aktivität und Lebendigkeit

·         Frieren, kalte Füße

·         Gähnen, Müde

·         Nackenverspannungen, Schwindel

·         Dumpf, nicht wahrnehmungsfähig

·         Fest, nicht lebendig 

Nicht-körperliche, fehlende Aktivität und Lebendigkeit

·        Kleindrosseln des Lebens 

Aktivierung der körperlichen Lebendigkeit , Reinigung und des Aufbaus

·         Jucken (Nase, Gesicht, Auge, Lider, Ohr)

·         Darmgrummeln

·         Hitze, Schweiße, rotes Gesicht

·         Harndrang

·         Hunger, Durst

·         Kontakt mit innerem Feuer, Feuer fängt an zu brennen, dann wird es wärmer. 

Nicht körperliche Symptome – aktivierend, reinigend und aufbauend

·        Angst, dass etwas raus kommt, das einem dann peinlich ist. Sulfur hilft, dass es sich nicht aufstaut. Erwartungsvolle Angst, was da im Leben kommt.

·        Es geht um mein eigenes Leben.

·        Schwefel verbindet alles mit allem, alles ist im Fluss.

·        Alte „Sachen“ werden hervorgeholt, dann geht es weiter.
Altes Weltbild wird aufgelöst, dann wird neues aufgebaut.

·        Lust zu ärgern (ab einem bestimmten Maß auch Überschwang). 

Überschwang, ungebundene Schwefelkraft körperlich

·         Heuschnupfen

·         Fieberhaft getrieben 

Überschwang, ungebundene Schwefelkraft nicht körperlich

·         Fieberhaftes Machen, Ideen müssen verwirklicht werden, Chaos 

Auf der körperlichen Ebene sorgt Schwefel für Aktivität und Lebendigkeit. Der Einsatz von C115 ist dann sinnvoll, wenn die körperliche Grundverfassung nicht im lebendigen Prozess integriert ist.