Am
5.6.2002 hielt Jürgen Becker einen Vortrag über Cuprum metallicum an der Uni
Freiburg im Rahmen der offenen „Homöopathievorträge“.
In
seiner ihm eigenen Art bringt er flüssig und einfach verständlich das
Arzneimittelbild von Kupfer dem Publikum nahe. Dabei schafft er es Hahnemann,
die Bad Boller Zeit und die letzten zehn Jahre der Verreibungen wunderbar unter
einen Hut zu packen und daraus ein Ganzes zu machen.
Angefangen
beim klassischen Krampfbild von Kupfer ( Neugeborene, Keuchhustenkinder,
Epileptiker) leitet er über zu Extremsituationen wie z.B. Folter und streift
die deutsche, nationalsozialistische Geschichte, in der die Pathologie von
Kupfer in Form von „Autoritätshörigkeit“ oder „Folter in einem totalitären
System“ in Erscheinung trat. Opfer oder Täter, beide hätten hier Kupfer
gebrauchen können. Wenn man bedenkt, dass wir die Erben dieser Geschichte sind,
wird Kupfer wohl in irgendeiner Form eine Rolle spielen in unserem Leben.
Von hier
aus geht es weiter zu „Schneewittchen und den sieben Zwergen“, dem Märchen,
welches die Kupferkraft umfassend ausdrückt. Er beschreibt die verschiedenen
Rollen (Schneewittchen, Stiefmutter, Prinz usw.) und stellt sie in den Rahmen
„kupfergesund oder kupferkrank“.
Neid
unter Frauen spielt im Märchen eine große Rolle und nicht nur hier, auch der
Krieg um Troja nahm so seinen Anfang. Künstlich erhaltene Schönheit, Hand aufs
Herz, wer kennt das nicht. Da brauchen wir nicht bis Troja zu reisen.
Die
archetypische Kraft der Venus, die sich vor allem in den Verreibungen zeigte,
steht für Liebe und weibliche Hingabefähigkeit. Dies beschreibt Jürgen Becker
nicht nur durch die Rolle Schneewittchens im Märchen. Anschauliche Berichte aus
den Verreibungsprotokollen verdeutlichen
den Bezug zum normalen Leben in Metaphern oder auch pur.
Kupfer
als grundlegende Kraft für das Einweihungsmysterium vom Mädchen zur Frau, ist
dabei ein wichtiges Thema. Kupfer ist ein Heilmittel vor allem für Frauen, aber
auch für das kleine Mädchen im Mann.
Als
Hauptindikation für Kupfer nennt Jürgen Becker „Liebesverletzungen“. In
seiner Praxis konnte er es vor allem bei älteren Frauen häufig und mit Erfolg
anwenden.
Gewürzt
ist das Ganze durch konstruktiv kritische Beiträge vornehmlich weiblicher
Zuhörerinnen, die zu einer detaillierteren Differenzierung der
Kupferkraft führten. Wie steht die Kupferkraft zu der Emanzipation der Frau?
Darüber entspann sich eine lehrreiche Diskussion.
Ein
kleiner Exkurs über Potenzen und praktische Anwendung soll denjenigen, die sich
auf den Kupferweg machen wollen, eine Orientierungshilfe bieten.
Die
Broschüre ist geeignet, einen guten Überblick über das Thema zu bekommen und
so gehalten, dass auch Laien oder PatientInnen sie leicht lesen können.
Sie
umfasst 30 Seiten und kostet 8 Euro (plus 2 Euro Porto).
Sie ist auch über Internet als geschütztes pdf erhältlich. ( Preis: 6,50
Euro)
Bestelladresse:
Doris Müller
Walter-Gropius Str. 38
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