Ausschnitt aus dem Skript "Cuprum sulfuricum -Blaustein Teil II"
Aus
der C5
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Die mangelnde Liebe zu sich
selbst, die Überbewertung der eigenen Schwächen und Fehler oder Ihre
Leugnung beeinflussen stark die sozialen Beziehungen. Das kann dazu führen,
dass beim anderen Menschen „krampfhaft“ Schwächen und Fehler gesucht
oder bei einem selbst „krampfhaft“ Schwächen versteckt werden.
Pathologisch
an der Haltung des Menschen ist, dass er meint, dem Mitmenschen nur dann gleichwertig
begegnen zu können, nur dann von ihm anerkannt zu werden, wenn
dieser mehr „Schwächen“ hat. Dann kann er ihn besser „in den Griff
kriegen“, hat eher ein Recht auf ihn und kann sich gleichwertiger fühlen.
Diese Haltung entspringt eher einem weiblichen Pol des Menschen.
Pathologisch
ist es ebenso, alle Schwächen zu leugnen, sie nicht zeigen zu können,
sich wegen der Schwächen wertlos, schwach oder diesbezüglich
„falsch“ zu fühlen. Diese Haltung entspringt eher einem männlichen Pol
des Menschen.
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Der Mitmensch wird als
Bedrohung empfunden, weil er potenziell die eigenen Schwächen (im Kern wohl
das Gefühl, nicht genug Liebe zu haben), unter denen der Mensch leidet und die
er als „Fehler“ empfindet, aufzeigen könnte. Der Mensch nimmt sich
selbst nicht in seiner Unvollkommenheit an. Ihm fehlt Vertrauen zu
sich selbst. Darüber verstärken sich zum einen seine Launen und er fühlt
sich seinen Gefühlen ausgeliefert oder zum anderen sein Rückzug
und Vermeiden des Kontakts im sozialen Leben.
Der
Mensch fühlt sich unvollkommen, launisch, seinen Gefühlen
ausgeliefert, vertraut sich nicht, zweifelt an seinem Wert und
empfindet deshalb die anderen Menschen als bedrohlich. Er fühlt sich
potenziell als jemand, der durch andere verachtet und wenig geschätzt
werden kann. Er meint, der andere Mensch könnte die eigenen Schwächen und
Fehler bemerken, die mangelnde Liebe usw. Deshalb ist der Mitmensch
eine Bedrohung. Deshalb ist sogar seine Liebe bedrohlich, denn sie entwertet
den Menschen, wenn sie ihn fühlen lässt, diese selbst nicht zu haben.
Der
Mensch fühlt seine Bemühungen, alles „richtig“ zu machen. Darüber verliert
er den Kontakt und die Beteiligung. Er nimmt sich und den Mitmenschen
nicht aus seinem Inneren an, wie er ist. Das Verlangen des anderen, seine
Schwächen zu sehen und ihm mehr „Fehler“ zu geben, als er hat, empfindet er
als bedrohlich. Das hängt damit zusammen, dass er in sich und im
anderen Schwächen verurteilt.
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Die Liebe wird zurückgehalten, weil der Mensch beleidigt
oder eingeschnappt ist, sich zurückgesetzt oder nicht
anerkannt fühlt. Hierfür gibt es im Leben unendlich viele Situationen. Und
hier hilft Cuprum sulfuricum aus der C5. Wenn es sich um eine geistige Haltung
handelt, dann am besten die C2215.
Dem
Verhalten des Menschen liegt ein „unklares“ geistiges Verständnis und eine
„unklare“ geistige Haltung von sich und den Menschen zugrunde.
Seine
Vorstellung von sich selbst und den Mitmenschen ist nicht „klar“.
Er verbindet mit der Beziehung, mit seiner Einschätzung der Beziehungen nicht
zutreffende Vorstellungen von sich und den Menschen.
Zum Beispiel ist seine
Vorstellung von Drogenwirkung und Drogenabhängigkeit bei sich und gegenüber
seinen Mitmenschen „verfälscht“. Deshalb sind für ihn Drogen und
Drogenabhängige primär bedrohlich.
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C13015: Dem Menschen mangelt
es an Liebe für sich selbst. Der Mensch hat keinen Kontakt zu seinem Wesen
und damit zu der Vollkommenheit (Liebe) in sich. Seine Vorstellung von sich
selbst ist „unklar“. Dieser Mangel an Kontakt und tiefem Verständnis für
sich selbst ist schmerzhaft, macht die Begegnung mit der Welt mühsam
und führt zu einem Rückzug und einem Zweifeln an der Liebe. Er
projiziert deshalb seine Vorstellung von Vollkommenheit nach außen. Ein
anderer Mensch soll groß, perfekt und vollkommen sein. Die Folge hiervon sind Illusion,
Enttäuschung und ein starres Festhalten an einem falschen Bild, das
verteidigt wird.
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Der Mensch verabsolutiert das
Kollektiv. Für ihn ist eine Gemeinschaft das Vollkommene. Dieser
Gemeinschaft will er dienen und ordnet so sein Wesen fremden Einflüssen unter. Er
entwickelt nicht seinen individuellen Ausdruck, seine Liebe und bringt nicht
seinen Beitrag (sich selbst) in das Kollektiv ein, sondern ordnet sich der
Gruppe oder Gemeinschaft unter und lässt sich vom Kollektiv (fremd-)
bestimmen. Darüber kann er seinen wahren Beitrag – sich selbst – nicht
leisten.
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Es herrscht Traurigkeit über die eigene Vereinzelung und die
fehlende Zusammengehörigkeit. Die Welt wird als zerrissen und in Pole getrennt
erlebt.
Aus der C6
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Innere Unruhe, Unsicherheit, Suche nach Halt,
Gewissheit, Vertrauen. So ist die Lage des Menschen, dem der Bezug zu
sich selbst fehlt.
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Verletzlich sein, Angst vor einer Verletzung der eigenen
großen Empfindlichkeit, Angst vor der Berührung der eigenen „Wunde“,
Angst vor der Grobheit der Menschen und der Welt, diese zu überwinden
und Mut und Vertrauen zu geben, hierfür kann Cuprum sulfuricum helfen.
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Wie erlebt der Mensch die Welt? Feindselig, als Missbrauch?
Dann kann Cuprum sulfuricum helfen, Schritt für Schritt einen Kontakt zur Welt
aufzubauen, der immer mehr die Liebe einbezieht.
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Der Kontakt zu den Menschen und zur Welt ist: zurückgezogen,
versteckt, entsetzt, empört, beleidigt, leidend,
böse, hasserfüllt oder traurig. Cuprum sulfuricum hilft
die Qualität des Kontakts zu klären und zu reinigen.
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Der Mensch bringt sich nicht als „Beitrag“ in den Kontakt ein,
sondern stellt sich etwas anderem zur Verfügung, macht mit,
läuft mit, ist einverstanden und übernimmt, was ihm
entgegen gebracht wird. Er geht keinen tiefen Kontakt ein und gibt nicht von
sich selbst.
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Der Mensch hält die Liebe für etwas Romantisches und Nicht-Llebbares.
Er sieht sie als etwas an, was unmöglich ist. Die Gedanken sind der
Liebe fern. Der Mensch kann mit der Liebe nichts „anfangen“.
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Der Kontakt mit anderen Menschen führt zu einem Empfinden der
eigenen Infragestellung. Der Mensch sieht sich herabgesetzt und nicht
gewürdigt und reagiert mit Wut, Ärger, Aggression, Abwehr
und Rechtfertigung. Zu der Infragestellung kommt es, weil es an
Vertrauen, Sicherheit und Verankerung in sich selbst mangelt.
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Gefühl von Mangel und Unzulänglichkeit des eigenen Verhaltens
mit der Neigung zur Selbstrechtfertigung.
Mangel an Vertrauen, Sicherheit und Liebe in und zu sich selbst.
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Narzissmus, Größenwahn oder betont
selbstsicheres, harsches und den Kontakt unterbindendes Auftreten als
Kompensation des eigenen inneren Mangels. Kleine Infragestellungen lösen tiefgehende
Kränkungen aus, die hinter einem Rückzug für sich selbst und die Umwelt
ganz verborgen bleiben können.
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Missgunst, Kritik, Missmut, beleidigt sein
bestimmen den Menschen. Der andere Mensch wird als Bedrohung, Einschränkung,
Gefährdung empfunden und nicht als Bereicherung.
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Die Welt, die Kräfte, die Archetypen sind bedrohlich. Der
Mensch meidet den Kontakt.
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Ein Mittel, wenn der Mensch schon ganz
auf dem Rückzug ist. Zum
Beispiel bei einer Krebserkrankung.
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Der Mensch verbirgt sich vor der Welt.
Aus der C7
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Das Grundprinzip der Cuprum-sulfuricum-Pathologie: Zerrissenheit
zwischen Hingabe und Behauptung.
· Körperliche Indikationen: Verkrampfung insbesondere der Organe und auch der Muskeln. Der Zustand ist wie blockiert und abgeschnürt.
Der Körper empfindet die Welt als „feindselig“: Es ist zu viel, zu laut, zu giftig (Alkohol, Drogen, Nikotin). Der Körper verkrampft, wehrt ab.
Ein Schwerpunkt der
Pathologie sind das Herz und die Durchblutung.
Aus der C8
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Feindseligkeiten und Unterstellungen, Beschuldigungen,
Angriffe, Ablehnung und Missverständnisse berühren den
Menschen und führen dazu, dass er einen Gegenpol einnimmt.
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Es fehlt in der Situation an Entschuldigung, Eingeständnis,
Verständnis, offene Darstellung des eigenen Erlebens, Kontakt,
der die Positionen auflöst, Täter-Opfer-Ausgleich, Opfer-Täter-Ausgleich,
Beteiligung, was zu einer Auflösung der Gegenpositionen führen könnte.
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Das lebendige Pulsieren des Organismus ist gestört. Es kommt zu
Verkrampfungen, die die
Peripherie von der Blutversorgung abschneiden.
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Die Sexualität des Menschen ist gestört und besitzt keine
Lebendigkeit, was z.B. auf Verhinderungen sie zu leben, Demütigungen oder
Einschränkungen zurückgeführt werden kann.