Indikationen

Indikationen aus der C1

·        Große Faulheit. Der Mensch gestaltet nicht selbst sein Leben. Offensichtlich ist der Mensch nicht in der Lage, sein Leben zu gestalten (chronische Müdigkeit?).  

·        Der Mensch zieht sich angesichts der Anforderungen des Lebens zurück. Er integriert nicht alle seine Lebensprozesse, sondern gibt sie nach außen ab. 

·        Der Mensch hat sich aus Lebensprozessen zurückgezogen. Das gilt nicht nur für materielle Lebensprozesse, sondern insbesondere auch für die Übernahme der anstehenden Aufgaben, die die Seele in das menschliche Dasein bringt und die der Mensch für höhere Zusammenhänge zu leisten hat. Faulheit wäre hier noch viel weitergehender zu verstehen, als nur auf körperliche Betätigung bezogen, nämlich ob der Mensch sich seinen Lebensaufgaben stellt.  

·        Candidapathologie entsteht dort, wo „Faulheit“ herrscht – körperliche, gefühlsmäßige, geistige, seelische, kollektive Faulheit.  

·        Körperlich ergibt sich folgendes Bild:
-         Müdigkeit, Übelkeit, Ekel.
-         Abneigung.
-         Abneigung oder Verlangen nach Süßigkeiten.
-         Aufgeregtheit.
-         Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen.
-         Benommenheit, Indifferenz, Gleichgültigkeit.
-         Chronische Müdigkeit? 

·        Die Schwächung wird nicht bemerkt. Es geschieht wie von selbst und den Prozess kann man nicht steuern.  

·        Es fehlt die echte Lebendigkeit. Müdigkeit, keine Lust, indifferent. 

·        Irgendetwas ekelt mich an dem Zustand. Irgendetwas ist faul.  

·        Schwachstelle, um die man sich nicht kümmert. Dort, wo die Kreisläufe (der Stoffwechsel) nicht zu Ende gekommen sind, da übernimmt der Pilz. Stelle, wo die Faulheit sich eingenistet hat.

Indikationen aus der C2 

·        Der Mensch sieht sich mit einer Situation konfrontiert, dass er die ihm aufgetragene Aufgabe oder Arbeit im Rahmen eines größeren Ganzen nicht erfüllt bzw. nicht erfüllen kann. Angesichts dieser Tatsache zieht er sich von einer lebendigen Gefühlsbeteiligung zurück, möchte sich verstecken, fühlt Schmerz, Beklemmung, Enttäuschung, Lähmung der Gefühle und Traurigkeit. Er empfindet, dass er die aufgetragene Aufgabe nicht erfüllt. 

·        Der Mensch ist aus dem Zusammenhang des großen Kreislaufs gefallen. Er empfindet das als Versagen. Jeder Ansatz eines erneuten Einstiegs erscheint ihm als unüberwindbare Überforderung. Die Anforderungen seiner Umgebung, so wie er sie wahrnimmt, passen nicht zu ihm. Er ist tief betrübt und niedergeschlagen. Um diesen Zustand, der so unangenehm ist, auszuweichen bzw. auszugleichen, wird der Zustand als „Betrug“ deklariert. Anderen Menschen werden die eigenen Aufgaben übergeben. Alles wird – auch im wörtlichen Sinne – in sich hineingefressen. Die Welt wird ausgeblendet. Dieser „kleine“ Kreislauf von Versagensgefühlen und dem Versuch ihres Ausgleichs (Kompensation) erhält sich selbst.  

·        Gefühle des Versagens:
-         Ich schaffe/kann das nicht.
-         Es überfordert mich.
-         Die Anforderungen passen nicht zu mir.
-         Niedergeschlagen, traurig, lustlos.
-         Weinerlich, hilfsbedürftig, anlehnungsbedürftig.
-         Betrübt, nicht reden wollen. 

·        Handlungen und Gefühle der Kompensation:
-         Die eigenen Aufgaben anderen übergeben.
-         Sich betrogen fühlen.
-         Konsumieren, in sich hineinfressen (ganz tief und ganz viel).
-         Nichts sehen, hören, fühlen wollen. 

·        Der Mensch hat sich vollständig vom großen Lebenslauf, in dem er seinen Beitrag zu leisten hätte, abgekapselt. Er verliert zusehends seine Lebensenergie.

·        Der Mensch befindet sich in einem von den großen Zusammenhängen getrennten Zustand. Diese Situation lädt sich zunehmend mit Energie auf. Er rebelliert und leistet Widerstand. Das mag eine der Umwelt ungerecht erscheinende Haltung sein. Selbst Helfer stoßen auf Widerstand. Aber es verschafft dem Menschen Lebendigkeit. Er findet sich nicht mehr mit der Situation, die ihn zu einem „Versager“ macht ab. Die Lebendigkeit führt ihn wieder zu seiner Aufgabe und seinem Platz im großen Ganzen. Deutlich wird hier das Bild des Außenseiters, der Widerstand leistet und gegen das ganze System rebelliert. 

·        Lebensfreude und Lust fehlen. Der Mensch nimmt nicht kraftvoll und interessiert am Leben teil. Er ist nicht in einen größeren Zusammenhang eingebunden und ihm fehlt das Vertrauen in das Eigene. 

·        An sich selbst zweifeln und den eigenen Wert sehr leicht in Frage gestellt sehen. Sich macht- und kraftlos und nicht in ein Ganzes integriert (niemand vermisst mich, ich spiele keine Rolle) fühlen. Nicht spüren und fühlen, was die eigenen Lebensprozesse sind, was die eigenen Gefühle sind und was anderen Menschen zugehörig ist. 

·        Spirale der Candida-Pathologie: Der Mensch hat eine Schwachstelle, an dieser Stelle findet ein Versagen (verkennt seine Aufgabe oder kann sie an dieser Stelle nicht leisten) statt, er empfindet Wertlosigkeit, er versucht die Kompensation von Versagen und Wertlosigkeit , er gibt die Verbindung in den irdischen Kreis der Zusammenarbeit auf, er gibt sich selbst auf, er übergibt seine Aufgaben an andere, er kann so nicht mehr existieren. 

·        Der Mensch fühlt sich sinnlos, wertlos, nutzlos. Er ist nicht integriert, verbunden, lebendig. Das Zusammenspiel mit der Umwelt stimmt nicht. Zuviel wurde abgegeben. Der Zustand ist parasitär.  

·        Ohne Gefühl. Es war einfach so. Ganz ohne Gefühl und leer. Völlig emotionslos. Unbeteiligter Zustand, schweben und träumen.  

·        Schlechtes Gewissen und Traurigkeit und Schmerz.  

·        Stur und halsstarrig seinen Weg gehen wollen. Wenn es nicht so klappt, sich zurückziehen und schmollen, resignieren, sich dem Lebensstrom verweigern.  

·        Die Situation ist ausweglos. Besser: neu durchstarten (Kraft, Dynamik).  

·        Versagen, niedergeschlagen, traurig. Keine Worte, durch nichts gekränkt. Apathie, nichts sagen wollen, nichts machen. 

·        Ausweglosigkeit, komme nicht raus, werde es nie los. Panisch, am liebsten verschwinden. Ich weiß überhaupt nicht, was passiert. Es gibt nichts Eigenes, ausweglos, ich werde es (weiß nicht was) nie wieder los. Keinen Wert haben. Zutiefst versagt haben. Am besten gefühlstot machen. Ohne innere Beteiligung, dann geht es.  

·        Faul. Emotional nicht auszuhalten. Gefühl, der Mensch ist völlig wertlos.  

·        Etwas, woran man normalerweise nicht rankommt. Emotional abgestorben.

Indikationen aus der C3 

·        Ereignisse werden vom Menschen vollständig ausgeblendet. Es ist, als ob sie nicht stattgefunden hätten, obwohl sie von großer Härte waren. Der Mensch übernimmt es nicht, sich diesen Ereignissen zu stellen. Vielmehr trennt er sie vollständig ab. Das führt zu einem „Absterben“ lebendiger Prozesse. Seine Gefühle und Gedanken, die von diesem Ereignis ausgelöst wurden, sind nicht ausgebildet worden. Darüber entstehen Gefühle des Versagens und der Trauer.  

·        Der Mensch nimmt nicht an, was ihm der „Boden seiner Herkunft“ bietet. Er verweilt z.B. in Scham und Trauer, die in seiner Herkunft liegen, und führt nicht fort, was mit diesen Gefühlen berührt wird. Er wehrt ab, empfindet Ekel und Abneigung, wird von dem Gefühl der Wertlosigkeit und des Versagens bedrückt.  

·        Vergessen kollektiver Schuld und das Wiedererinnern.  

·        Es gibt zwei Extreme: 1. Alles alleine machen. 2. Arbeit nicht fertig machen.  

·        Draußen bleiben, stecken bleiben, traurig, verzweifelt, übel, sehr müde.  

·        Alte Familiengeschichten, Erbschuld. 

·        Verstummt, erstarrt, verdrängt, ausgeschlossen: die Wertlosigkeit hängt mit Abhängigkeit zusammen.  

·        Abhängigkeit und fehlende Eigenverantwortung. Ich lass mich einnehmen. Ich mache mich selber schwach. Ich profitiere von dem Pilz/Partner. 

·        Lebenseinstellung: Zucker, Candida, Schokolade, Kaffee für die Leichtigkeit des Seins. Faule Leichtigkeit. Wortlosigkeit, Hilflosigkeit.. 

·        Isoliert, rausgefallen, alte Sachen. Tiefe Reise in die Vergangenheit über viele Generationen. Erbsünde, kollektive Schuld.

Indikationen aus der C4 

·        Das Wesen, der Lebenssinn des Menschen findet in Gefühl und/oder Geist des Menschen keinen Ausdruck. Drogenkonsum (Alltagsdrogen, insbesondere Zucker, aber auch stärkere Drogen) haben den Kontakt der Seele zur Gefühls- und Gedankenwelt des Menschen gelockert bzw. unterbrochen. Oder schwere Erfahrungen haben Gefühle und Gedanken „absterben“ lassen. Hier kann Candida albicans den Menschen an seine Seelenaufgabe und ihren Beitrag im irdischen Kreis erinnern. 

·        Lebenseinstellungen wie: „Ich habe damit nichts zu tun.“ Die Verbindung zu den vorangegangenen Generationen, zu dem Dunklen wird geleugnet bzw. nicht angenommen. 

·        Überindividuelle, miasmatische Dimension. Da nehmen wir teil. Allgemeines Prinzip, um Erbprobleme zu bearbeiten. Dann geht es individuell weiter. 

 

Indikationen aus der C5 

·        Der Mensch hat grundsätzliche Schwierigkeiten mit seiner irdischen Existenz: Lässt er sich darauf ein, dass er hier auf der Erde Arbeit zu leisten hat? Bringt er hierfür die notwendige Energie auf oder versucht er der Situation auszuweichen, sich zu enthalten, nicht zu beteiligen. Anerkennt er sein körperliches Dasein? Leistet er körperliche Arbeit? Integriert er sich in den großen irdischen Kreislauf? Es geht hier um eine chronisch-miasmatische Dimension menschlicher Krankheit. Seit Generationen trägt er das Problem des schwierigen Einverständnisses mit seinem irdischen Sein mit sich. 

·        Das  Misama der Unwahrheit, Unklarheit, Entwertung. 

·        Statt einer Revitalisierungskur eine Gabe Candida. 

 

Indikationen aus der C6 

·        Der Mensch nimmt im irdischen Sein eine geistige Haltung ein, dass die Welt schlecht und unvollkommen ist. An dieser unvollkommenen Welt möchte sich der Mensch nicht beteiligen. Nach seinem Verständnis sollte die Welt anders und damit  „besser“ sein. 

·        Der Mensch fühlt sich verlassen und verloren. Er schließt damit an ein seit Generationen geltendes Gefühl an. Leer, niedergeschlagen, depressiv, ohne Aussicht, alleine, ausgeliefert, es gibt kein Zuhause, niemand sorgt sich um mich, ich weiß überhaupt nicht, was richtig und falsch ist, ich weiß nicht, was ich machen soll, so ist die Lage seiner Gefühlswelt. Da es ihm nicht gelingt, diese Leere aus sich selbst heraus zu füllen, können Institutionen wie die Kirche mit ihren Glaubenssätzen und Machtansprüchen sein Fühlen und Denken überlagern. 

·        Die Candida-albicans-Patholgie zeigt sich in zwei Polen. Der eine Pol ist durch Faulheit und Teilnahmslosigkeit gekennzeichnet. Der zweite Pol zeigt sich in einem Klammern an das irdische Leben. Wenn die Welt so sinnlos und schlecht ist, dann muss der Mensch ganz auf sich gestellt für sein irdisches Überleben sorgen.  

·        Pathologie: Der Mensch zieht sich zurück, zweifelt, trennt sich von innen und außen, ist  isoliert, überlässt seine Aufgabe anderem Leben, ist geistig erstarrt (z.B. Kirche), dogmatisch, unbelehrbar. 

·        Gesundheit: Der Mensch ist aktiv, beteiligt, verbunden innerhalb und außerhalb, zwischen den Menschen, zur Seelenwelt, zur Erdenwelt, zum Geist. Der Mensch lebt, erfährt, lernt, passt sich an, verändert sich, entwickelt sich. Er nimmt Schwieriges auf sich und kann sich auch wieder erheben. Er macht neue Ansätze, erneuert sich und versucht immer wieder.