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Thesen zu Lac-humanum
1. Die grobstoffliche Muttermilch ist die Grundlage
der Homöopathie, insbesondere der C4-Homöopathie,
da sie den Grundstoff für die Milchzucker-C4-Verreibung enthält.
2. Lac-hum eröffnet das vierte Reich homöopathischer
Heilmittel, das Menschenreich, und
verkörpert damit eine höhere Stufe organisch gewachsener Ordnung, die dem
menschlichen, dem Humam, entsprechende
Ordnung.
3. Natürlicherweise gibt es die Muttermilch von
einzelnen Müttern für einzelne Kinder, Jungen oder Mädchen. Die Frage: "
Ist es ein Junge oder ein Mädchen?"
ist von grundlegender Bedeutung für den neuen Erdenbürger. So haben wir Lac humanum masculinum und femininum.
4. Vor aller homöopathischen Forschung besteht schon
ein lebendiges Arzneimittelbild aus
unserer allgemeinen Lebenserfahrung mit den Themen: Stillen. Mama, Milch, Hunger, Durst, satter Säugling, Lust, Befriedigung, zufrieden, Mütter, Baby, Mutterliebe,
sich geliebt fühlen, im Leben aufgehoben sein, Muttergefühle, Mutterdasein. Lac-hum
verkörpert den Mutter-Archetyp.
5. Lac-hum erinnert uns an unsere individuelle
Situation in der Säuglingszeit.
Wie ging es uns ernährungs- und kalorienmäßig (C0)? Wie lust- und befriedigungsmäßig (C1)? Wie gefühls- und liebesmäßig
(C2)? Wie ahnungs- und orientierungsmäßig (C3)? Wie bestimmungsmäßig (C4)?
Besondere Indikationen wären: Nicht gestillte oder vernachlässigte (ehemalige) Säuglinge, Frühgeborene,
Mangelgeborene, Brutkasten, UV-Lampe, nicht geliebte, nicht aufgehobene,
vernachlässigte, geschädigte oder sogar mißhandelte
(ehemalige) Säuglinge.
Lac-hum sollte auf keiner Säuglingsstation
fehlen!
6. Entwicklungsstörungen
irgendwann im Leben in der Ernährung, der Lust- und Triebbefriedigung (bes.
oral), der Liebesfähigkeit, der Impulse und Ahnungen, auch für unsere innere
Bestimmung lassen sich durch Lac-hum nachträglich ausgleichen. Vernachlässigungen
und Schädigungen können dabei schmerzlich zu Bewußtsein kommen.
7. Lac-hum nährt, füllt das Fehlende auf stillt den
Hunger, gibt Boden, Halt und Form zum menschlichen Aufbau auf allen Ebenen, nährt
unser Verständnis des Lebens und der Homöopathie. Es ist das
menschlich nährende Prinzip.
8.
Lac-hum erweitert die Homöopathie, schenkt
ihr einen tieferen Boden des Selbstverständnisses
durch die Manenz, das
Aufgehobensein
im C2-Zustand zwischen den vier Polen von nährender Substanz (C0), bestimmender
Essenz (C4), erweiternder archetypischer Kraft (C6) und homöopathischem
Gegenprinzip (C8).
9. Lac-hum stellt sich in der Mythologie von Milch, Schlange und Himmelszeit, in der es um die Öffnung
des Eies geht, dem Abbild für die Manenz, dar, z.B. in dem indischen Mythos vom
gequirlten Milchmeer".
10. Lac-hum aktualisiert den kollektiv tief unbewußten
Konflikt zwischen unserm Tiersein als
„Säugetierart Mensch" und den Anforderungen unserer Kultur,
insbesondere in unserem Sexualverhalten.
Es führt zum natürlichen Ausgleich.
11.
Lac-hum führt zu einer Relativität der
Wahrheiten, auch der spirituellen, in der keine ausschließlich gelten kann.
12. Lac-hum gibt uns die nährende Kraft, uns
auf den Weg zu machen, unseren Lebensweg,
den Weg durch Geburt, Erde und Tod. Dieser Lebensweg muß auf allen Ebenen
genährt und verstanden werden, körperlich, emotional (Bewertungen), mental
(Erkenntnisse) und wesensmäßig. Erst dam fühlen wir uns im Leben wirklich
aufgehoben.
13. Ich glaube, daß wir erst in dem Maße, wie wir selbst
ein Bewußtsein der höheren Hinsichten gewonnen haben, einen deutlichen
Eindruck davon bekamen können, welcher Patient wann und wie Muttermilch in
diesen Hinsichten gebrauchen kann. Dies anzuregen ist der eigentliche Sinn
meiner ganzen Mühe für diesen Artikel. Das Angebot besteht, wer möchte sich
darauf einlassen?
14. Lac-hum-masculim
nährt den männlichen Pol des Menschseins, der Neues setzt, der gibt, der sein Wesen verschenkt, Lac-hum-femininum
den weiblichen Pol des Menschseins, der aufnimmt, verdaut, beständig
macht und seines Wesens inne ist. Im Wechsel klären beide das Verhältnis
der Geschlechter im Agieren, Berühren, Gebähren und Enthalten sein. Es ist
also bei Unklarheit und Verwirrung in
bezug auf die Polarität von männlichem und weiblichem Wesensanteilen und
Prinzipien indiziert.
15.
Die Standardbehandlung für Alkoholprobleme besteht in der wechselweisen
Gabe von Lac humanum, und Alkohol. Dabei macht der Alkohol im Sinne des homöopathischen
Umkehrpols die Problematik deutlicher und führt so zur Heilung, während die
Muttermilch die inneren Defizite auffüllt.
Der "Griff zur Pulle" wird so immer weniger notwendig. Auch
besonders für Co-Alkoholiker
ist Lac-hum heilsam.
16.
Lac-hum sorgt für einen Ausgleich in der
Verantwortung. Vorher Überverantwortliche
Menschen fühlen sich nach Lac humanum auch mit geringerer Leistung
entspannt und wohl. Wer sich dagegen zu sehr versorgen läßt, in kindlicher
Haltung lebt, kann Entwicklungsschritte
zu größerer Eigenverantwortlichkeit machen. Bei beiden wird das Gefühl von
"Ich bin o.k., Du bist o.k. " gestärkt.
17.
Damit schenkt uns Lac-hum. eine Mitte, die
Mitte zwischen den Anforderungen der Natur,
unserer tierischen Seite und den Anforderungen der Kultur, der
Gesellschaft, der Moral. So können wir munter
und eigenverantwortlich unseren Lebensweg gehen.
18. Fast
jeder Mensch wird
dieses mittel irgendwann einmal gebrauchen können, insbesondere solange unsere
Kultur die mütterlichen Qualitäten des
Lebens vernachlässigt.
19. Die Muttermilch ist auch dazu in der Lage,
Orientierung für die in unserer Gesellschaft schwierige Situation der Mütter zu geben, für die vielen Frustrationen des
Mutterdaseins.
20. Die Muttermilch wird eines Tages unser Weltbild verändern, das homöopathische, das wissenschaftliche und das religiöse, indem es die natürliche Ordnung des Menschseins deutlich macht.
Die Müttermilch als homöopathisches Heilmittel
liegt mir offensichtlich am Herzen. Es ist mein Anliegen, sie nicht im Wust von
Einzelsymptomen in Repertorien und Computern verschwinden zu lassen, sondern ein
Verständnis für ihre Bedeutung im Leben, im kleinen wie im großen, zu
entwickeln. Sie kann uns dabei den Boden
für eine zukünftige Homöopathie, die MANENTE MEDIZIN, geben, die
ein wirkliches Verständnis der Vorgänge um die potenzierte Arznei abgibt, das
uns heute noch weitgehend fehlt. Mein Wunsch wäre, daß die
große Mutter des Lebens uns dabei immer
hilfreich sein möge!
Ganz konkret geht es mir im Arzneimittelbild von Lac
humanum darum, daß wir nicht schnell zu einem einfachen Konzept finden, das in
der Praxis funktioniert, sondern daß wir die Tiefe, Vielfalt, Komplexität
und gleichzeitig natürliche Einfachheit dieses Mittels im Sinn behalten, das
so alt ist wie die Menschheit.