Ausschnitt aus dem Skript "Cuprum sulfuricum - Blaustein Teil I"

 

Indikationen für Cuprum sulfuricum 

Aus der C1-Verreibung 

·        Migräne und Kopfschmerzen 

·        Sucht und Drogen 

·        Cuprum sulfuricum hilft dem Menschen, wenn er vor der Anforderung des Lebens, sich diesem hinzugeben, zurückschreckt. Sich hingeben heißt, das Leben in Liebe anzunehmen. Für uns Menschen ist das immer schwierig. Pathologisch ist, wenn wir hierbei stecken bleiben, in ein Zurückschrecken verfallen und wenn unser Wille und unser Ich eine solche Hingabe nicht erlauben. Hier versöhnt uns Cuprum sulfuricum, so dass wir aus unserer freien Entscheidung heraus Hingabe und Liebe zulassen.  

·        Der Mensch verkrampft auch in seiner geistigen Einstellung. Er hat die geistige Haltung, sich vom Leben nicht tief berühren lassen zu wollen. Die tiefe Berührung und Teilhabe erscheinen ihm gefährlich und überfordernd. „Ich will nicht teilhaben an dem so tief berührenden Weg, es ist mir zuviel und zu gefährlich.“ „Ich fühle mich dabei wehrlos“. 

·        Der Mensch hat eine starke Zurückhaltung, seine Empfindlichkeit und Wehrlosigkeit zu zeigen. Er versucht, das Erleben hiervon aus dem Leben zu nehmen. Der Mensch steht nicht zu seinen Erfahrungen der Liebe und Seelenbegegnung. 

·        Ein Mensch wehrt ab, verhärtet, verdrängt und blockiert die Liebe in sich und die, die ihm von anderen Menschen entgegenkommt. Anderen Menschen wird ebenso wie sich selbst nicht der Raum gegeben, die Liebe zu zeigen und zu leben. Die Liebe der anderen Menschen wird als bedrohlich erfahren. 

·        Angst vor der Liebe. Angst, wehrlos und nackt im Leben dazustehen, wenn die Liebe das Dasein bestimmt. Angst, nur noch hinnehmende Empfindung zu sein. Es handelt sich um eine Angst, die dem Ich entwachsen ist, das sich meint behaupten und durchsetzen zu müssen. 

·        Der Mensch traut sich nicht zu lieben, verzagt und ist ohne Freude. 

·        Alle Formen des Verzagens, die der eigenen Vorstellung entstammen, wie das Leben zu sein hat, was nach den Vorstellungen möglich ist. Vorstellungen, die der Mensch entwickelt und festgeschrieben hat. 

·        Körperliches Verzagen, Verkrampfung, Zurückschrecken, weil der Mensch in sich gespeichert hat, „das kann nicht gut gehen“. 

·        Verzagen, Misstrauen, Zurückschrecken, Angst, Rationalisierung, alles, was die Hingabe und Annahme verhindert, was sich in Verkrampfung zeigt, und wenn die Quelle der Beschränkung im Menschen selbst liegt. Das heißt, darin liegt, wie er sich selbst und die Welt versteht. Der eigene Ich-Pol beschränkt. 

·        Der Mensch zögert, bleibt stehen, kann sich nicht vorstellen, dass Annehmen und Hingeben an das Leben, auch an schmerzhafte Erfahrungen, bewusst und willentlich erfolgen können und überaus fruchtbar sind.  

·        Der Mensch weigert sich, sich auf einen empfindlichen Kontakt einzulassen. Es geht darum, sich zu weigern, den Kontakt zuzulassen zu dem, was das Leben an Hingebungserfahrung fordert.  

·        Der Mensch erlaubt nicht den Kontakt, das Spüren, die Berührung seiner tiefsten Empfindlichkeit? Er beantwort die folgenden Fragen mit „Nein“: Darf mich das Leben wehrlos berühren? Darf ich dem Leben wehrlos ausgeliefert gegenüberstehen? Erlaube „ich“ (hier geht es um den Ich-Pol im Menschen, Schwefelpol) es mir, in dieser Form im Leben zu sein? 

·        Siehe auch Seite 22/23 

·        Muskeln verkrampft, keine Initiative, Verlangen, sich hinzulegen, sich zurückzuziehen. 

·        Impotenz. 

·        Durchblutungsstörungen, soweit ihnen Verkrampfungen zu Grunde liegen (Angina pectoris).  

 

Aus der C2-Vereibung 

·        Im Menschen herrschen Angst und Panik vor der Berührung seiner tiefen Empfindlichkeit durch das Leben. Die tiefe Berührung des innersten Seins wird abgewehrt, blockiert, verdrängt, und der Mensch versteckt seinen empfindlichen Seelenkern. 

·        Der Mensch ist wie eine leere Hülse, die bei der Begegnung mit dem Leben zerbröselt. Er nimmt sich selbst aus dem Leben, lässt sich klein machen, herunterdrücken und verzagt. Er übernimmt nicht selbst die Verantwortung, dass er ganz mit seinem Wesen am Leben beteiligt ist. Er fühlt sich begrenzt, eingeschränkt und missverstanden. Er verhindert selbst seine Lebensbeteiligung und spürt seinen innersten Kern nur ansatzweise. Darüber ist er unzufrieden, wütend, aufgebracht und verbittert. 

·        Angst und Verzagen, Drogen, fremde Kräfte und Einflüsse verhindern, dass der Mensch seinem Wesen Ausdruck im Leben gibt. Gegenüber den Anforderungen des Lebens herrschen Angst, Sorge und Wut. 

·        Wut, Unruhe, Verzweiflung und ein Gefühl der Hilflosigkeit kennzeichnen die Begegnung des Menschen mit der Welt, wenn seine Empfindsamkeit tief angesprochen wird. Das sind Lebenserfahrungen, die Bezug zu einer tiefen Lebensbindung haben, das heißt, von einer Begegnung mit der Liebe gekennzeichnet sind. 

·        Verkrampfungen des Körpers, Rückzug vom Kontakt, Widerstand gegen Annahme und Hingabe. 

·        Wenn der Mensch so gerne lieben würde, sich so sehr danach sehnt: „Ach könnte das doch nur möglich sein“, diese Sehnsucht aber wie im Raum verloren ist, und er keinen Raum für die eigene Liebe schafft. Die Indikation ist dadurch gekennzeichnet, dass dies nicht gelingt. Der Mensch würde zwar gerne der Liebe Ausdruck und Raum geben, doch (noch) ist seine Ich-Welt getrennt von der Seelenliebe. Hierdurch entsteht ein innerer Konflikt, die Seelenliebe zu ahnen (Sehnsucht), aber nicht als Individuum leben zu können.  

·        Erschrecken über die Begegnung mit der Welt, den Menschen, den Tatsachen, den Kräften, dem Sinn ...  

·        Siehe auch Seite 35/36. 

·        Magen rebelliert. 

·        Rebellion gegen das, was das Leben vom Menschen verlangt (die innere Aufgabe, die der Mensch hat). Seelische Verkrampfungen vor den Anforderungen des Lebens. Die Gefühle sagen, es ist zu viel. Der Mensch rebelliert, sucht einen eigenen Weg. Die „Aufgaben" (der Liebe) des Lebens sind oft zu schwer und wir können sie nicht annehmen. 

·        Situationen, die diesen Schreck vor den Anforderungen/Aufgaben (der Liebe) der Welt enthal­ten: Geburt (mit Schwierigkeiten, blau) Ertrinken, Atemnot, Sklaverei, Missbrauch (bes. sexuell). 

·        Dilemma: Ich will so sein – du kannst/darfst so nicht sein. Der Widerspruch zwischen dem eigenen Lebenswillen (Su) und den auferlegten Aufgaben (mit Bezug zur Liebe, Seele, Wesensausdruck – Cu). 

·        Das Gefühl verkrampft sich vor den Anforderungen des menschlichen Seins. 

 

Aus der C3-Verreibung 

·        Der Mensch zögert vor dem „Übergang“. Sein Leben neu auszurichten, so dass sein Wesen verstärkt Ausdruck findet, fällt ihm schwer. 

·        Der Mensch „will nicht mehr“. Das Leben ist ihm zuviel. Der Wandel durch das Leben schreckt ihn. Alles soll stabil bleiben, wie es ist. Neues Fühlen und neues Denken werden nicht zugelassen. Der Mensch will sich nicht aus dem Einfluss fremder Kräfte (Drogen) oder Menschen lösen.   

·        Der Mensch hält an seinem gegebenen Weltverständnis und seiner Identität fest. Seine Bedenken gegen eine Entwicklung und einen Wandel sind das entscheidende Hindernis gegen eine Reinigung und Lösung. 

·        Fremde Einflüsse, besonders die von anderen Menschen, wirken bestimmend auf das Leben des Menschen, so dass sich der eigene Wesensausdruck nicht entfalten kann. 

·        Der Mensch, der nicht einsehen will. Er hält an seinen Irrtümern und Illusionen mit großer Kraft fest. Geradezu feindselig stellt er sich dem klaren Geist gegenüber. Sein Ich möchte den Geist nur so weit gebrauchen, wie er die Irrtümer und Illusionen verteidigt.  

·        Der Mensch in der Lieblosigkeit, dessen Ich verbunden mit dem Geist, nicht in der Liebe der Seele baden konnte. 

·        Der Mensch, der sein Selbst- und Verständniskonstrukt (sein Ich) dagegen verteidigt, dass es in Liebe zu dienen hat. Er verteidigt sein Ich, um seiner selbst Willen.  

·        Abgrenzung, Feindseligkeit, Wut gegen die Welt. Kein Kontakt, kein Einlassen, kein Berührenlassen, keine Annahme, weder der Liebe noch des klaren Verständnisses. 

·        Siehe Seite 46/47. 

·        Das Denken verkrampft sich (Gedankenknoten). 

 

Aus der C4-Verreibung 

·        Kontakt zwischen den Menschen wird als Übergriff oder Missbrauch verstanden.   Überall, wo zwischen den Menschen ein Liebeskontakt entstehen könnte, schwingt das Thema Übergriff und Missbrauch mit. Der Mensch kann sich dem liebevollen Kontakt nicht hingeben. 

·        Verkrampfung der Seele. Das heißt, sie öffnet sich nicht dem Leben, sondern zieht sich wie eine Schnecke hinter die Wände ihres Hauses zurück. Die Scheu, Zurückhaltung und Flucht bestimmen einseitig den Seelenausdruck. Ein Schritt nach außen auf die Welt zu wird nicht gewagt. 

·        Der „nicht vereinigbare“ Mensch, der in sich unversöhnlich im Kampf ist, der die Kräfte der Vereinigung von Ich-Welt und Seelenwelt aus seinem Ich heraus unterbricht. Der Mensch, der geradezu zwei Wesenspole (Ich und Seele) hat.  

·        Cuprum sulfuricum C13004 ist für Menschen hilfreich, die in sich einen Kampf zwischen Ich und Seele austragen. Sie versuchen, die Liebe, die Annahme und Hingabe zu blockieren, vielleicht, weil sie meinen, hierdurch verletzlich und wehrlos zu sein. Das Ich, ihre Identität und Weltsicht, lehnt eine Seelenannäherung an das Leben ab. Und doch spüren sie, dass es den Wesenskern, die Liebe gibt. Ihr Ausdruck im Leben erscheint jedoch unmöglich (Liebesblockade). 

·        Der Mensch nimmt seine Seele nicht wahr. Es ist für ihn, als ob die Seelenwelt nicht existieren würde. Empfindlichkeit, Zärtlichkeit und auch Angst, Trauer sind für ihn keine Möglichkeit, der Welt zu begegnen. 

·        Siehe auch Seite 61/62. 

·        Die Seele ist schockiert über das irdische Dasein und nimmt es nicht an. Erschrocken zieht sich die Seele aus der Welt zurück. 

·        Wenn sich die Seele verkrampfen möchte angesichts der an sie gestellten Aufgaben (der Liebe).