0. Über dieses Skript 

Ursprünglich hatten wir geplant, die C4-Texte zu den Miasmen vorerst nur mündlich vorzustellen, um dem Entwicklungsgang der C4-Homöopathie nicht zu weit vorauszugreifen.

Es geht dabei um eine "Große Arzneimittelreise für die Seele ", in der wir aufeinander aufbauend 22 spezielle Mittel einnehmen wollen:

I. Im ersten Jahr vier Erdsalze (Calc-carb, Silicea, Alum, Nat-mur, jeweils in C4­verriebener Potenzierung) und

II. in den nächsten zwei Jahren (bis 1999) 7 Metalle (Plumb, Stann, Ferr, Cupr, Merc, Arg-met und Aur)

III. Erst im vierten Jahr werden vier Mittel (Sulfur, Cannabis, Schlange und Phosphor) zu den Miasmen folgen. Erst dann werden wir einen wirklichen Begriff davon bekommen können, was mit dem Verhältnis von universellem Geist und Seele gemeint ist, um das es bei den Miasmen gehen wird, wenn wir so diesen Bereich selbst durchleben.

Bisher erfahren wir im ersten Abschnitt etwas über das Verhältnis von Seele und Erde (Körper) und sind gerade dabei, selbst erste Erfahrungen mit dem zweiten Abschnitt zu machen, wo es um das Verhältnis der Seele zur Polarität gehen wird.  

Ähnlich ist es ja auch mit dem Miasmen in der homöopathischen Praxis:  
Erst wenn man mit der Behandlung der akuten und individuell
-chronischen Krankheiten vertraut ist, halte ich es für sinnvoll, sich in der Praxis den Miasmen zuzuwenden.
Vorher können sie höchstens von theoretischem Interesse sein. Nach meiner Erfahrung bekommen die meisten Homöopathen erst nach vielen Jahren der Praxis und der eigenen Reifung einen Zugang zu diesem Bereich, der Krönung von Hahnemanns Homöopathie-Erkenntnissen.  

Wenn wir hier dennoch ein vorläufiges, Skript zu diesem Thema veröffentlichen, so nur in der Absicht, diesen C4-Beitrag der gegenwärtigen Entwicklung der Homöopathie nicht vorzuenthalten. Wir möchten aber ausdrücklich die Einschränkung vorausschicken, daß er nur als Anregung der C4-Homöopathie, nicht als erwiesene oder von uns erprobte und bewährte Kenntnis aufzufassen ist.  
Allein die Tatsache, daß wir bisher in den C4-Texten keinen grundsätzlichen Fehler finden konnten, hat uns dazu den Mut gegeben, dieses Wagnis einzugehen.
 

Eine ausführliche Behandlung dieses Themas hat auf den beiden Miasmen-Seminaren Nov. 96 in Berlin und April 97 in Freiburg stattgefunden. Hier habe ich lediglich die Grundzüge in Kurzform niedergeschrieben.

Eine wirkliche Erarbeitung dieses Themas im Rahmen der "Großen Arzneimittelreise für die Seele" werden wir frühestens im Jahre 2000 anbieten können.  

Hier also der etwas kühne Vorgriff darauf:    

I. Allgemeines zu den Miasmen

Allgemeine Einführung

Über nichts sind die Geister der Homöopathie so geschieden wie über das Konzept der Miasmen. Was die Praxis angeht, halten die einen die Miasmen für die wichtigste Grundlage der Behandlung chronischer Krankheiten, während andere sie als praktisch irrelevant erachten. Ich habe die Miasmen einmal als "Schwarze Löcher“ der Homöopathie bezeichnet - ungeheuer anziehend, doch kann man nichts damit anfangen, weil alles darin verschwindet (wie in den "Schwarzen Löchern" der Astronomie).

Eine gute Übersicht über die verschiedenen Verständnisansätze zu den Miasmen gibt der Medizinstudent Thorolf Weißhuhn, ursprünglich für studentische Einsteiger (aus: Hom. Flugblätter 3 (1995) 59ff, und KH 2/96, 49ff. "Schwarzes Loch? Miasma, die babylonische Vokabel"). Er untersucht dabei die Miasmen-Konzepte von Hahnemann, Ortega, Sankaran, Mazi-Elisalde und mir, Becker. Dabei kommt er zu dem Schluß, daß wir (S. 62) "den Traum von einheitlichen, klar definierten Miasmen getrost vergessen können... Der Begriff taugt nicht mehr zur Kommunikation, weil der Inhalt zu weit weg vom Besprochenen liegt und zuviel Nichtgemeintes mit einschließt. Zum Gewinnen genauerer Erkenntnisse über den mit ihm gemeinten Gegenstand ist er zu verwaschen, um das erkennende Bewußtsein noch hinreichend genau lenken zu können." Er konstatiert, daß "die Tradition des Durcheinanders" in den homöopathischen Lehrbüchern bis heute gewahrt bleibt.  

Die Vorform des Miasmenkonzeptes: die akuten Miasmen  

Gut nachvollziehbar und praktisch leicht überprüfbar ist das hahnemannsche Konzept der akuten Miasmen. Damit sind endemische oder epidemische akute Krankheiten gemeint wie z.B. die klassischen Kinderkrankheiten oder Grippe, für die das oder die geeigneten hom. Heilmittel nicht einfach nur durch die Betrachtung eines Einzelfalles gewonnen werden können, sondern dadurch, daß man alle Fälle der Ansteckungswelle insgesamt als Einheit betrachtet ("als wäre es eine Person"). Die AM-Findung zielt also auf den 'genius epidemicus".

Dies stimmt mit dem "Ansteckungsmodell" durch einen einheitlichen Erreger überein, von dem Hahnemann ja höchstens etwas ahnen konnte. Die großen Erfolge der Homöopathie, bes. bei der Behandlung der Cholera gaben ihm recht.

Die Homöopathie unterscheidet also zwischen inidividuellen akuten Krankheiten, z.B. aufgrund einer Überanstrengung oder Erkältung, und miasmatischen akuten Krankheiten, also durch Ansteckung. Die individuellen akuten Krankheiten sind also im Gegensatz zu den zweiten nicht ansteckend. Für die homöopathische Therapie spielt diese Unterscheidung eine wichtige Rolle, da die Ähnlichkeitsfindung sich bei den ersten auf die Phänomene des Individuums begrenzt, während bei den akuten Miasmen die Phänomene des Kollektivs erfaßt werden müssen, über das Individuum hinaus.

Es macht für die Behandlung und Prognose einen großen Unterschied, ob es sich um einen Erkältungshusten oder einen Keuchhusten handelt. Aus der Sicht des Erkältungshustens würde der Keuchhusten zusätzlich noch einen "relativen Unheilbarkeitsfaktor" an sich haben, der zur Behandlung die Mitberücksichtigung der Keuchhustenwelle erfordern würde.

Diese Unterscheidung gilt allerdings nicht absolut, sondern nur relativ, weil es möglich ist, aufgrund der individuellen Symptome in beiden Fällen dasselbe Mittel zu finden, was auch in beiden Fällen helfen könnte, z.B. Drosera oder Belladonna. Der Unterschied, ob die akute Erkrankung eine akut-miasmatische Komponente trägt oder nicht, ist leicht zu fassen und verträgt sich problemlos mit dem heute gültigen Erreger- ­und Ansteckungskonzept der akuten Krankheiten.  

Die chronischen Miasmen  
In Analogie dazu beobachtete Hahnemann auch bei chronischen Krankheiten einen relativen Unheilbarkeitsfaktor, den er zuerst in der Beteiligung der Syphilis und des Trippers erkannte (ohne daß die Erreger in seiner Zeit bekannt gewesen wären). Er beobachtete weiter, daß nicht nur venerische chronische Krankheiten einen solchen relativen Unheilbarkeitsfaktor trugen, sondern noch viel mehr unvenerische chronische Krankheiten. Diese Entdeckung eines unvenerischen chronisch­miasmatischen Unheilbarkeitsfaktors, nämlich der Psora, ist für die homöopathische Praxis eines der ganz großen Verdienste Hahnemanns.

Mir erscheint es allerdings so, daß er hier im Eifer des Gefechts über das Ziel hinausgeschossen ist und seine Thesen so formuliert hat, als ob alle chronischen Krankheiten miasmatisch bedingt wären. Jedenfalls verstehen wir ihn heute meistens so.

Die Logik - und natürlich auch die praktische Erfahrung - sagen uns allerdings, daß es, so wie es akute Krankheiten von individuellem und miasmatischem Charakter gibt, genauso die chronischen Erkrankungen unterteilt werden müssen in solche, deren Kern und Wesen innerhalb des Individuums begründet liegt, die also allein mittels der Ähnlichkeit der individuellen Symptome des Kranken homöopathische heilbar sind, und solche, deren Kern über das Individuum hinausgeht. Die große Leistung Hahnemanns bestand darin, das Wesen dieser Psora zu beschreiben und den Weg zu weisen, wie dieser wichtigste "Unheilbarkeitsfaktor" chonisch-miasmatischer Erkrankungen überwunden werden könnte. Der Schwefel, Sulfur, war ihm dabei die größte Hilfe.

So konnte Hahnemann drei chronische Miasmen postulieren, die hinter den einzelnen chronischen Krankheiten des Menschen jeweils eine das Individuum übergreifende Einheit bilden und für die relative Unheilbarkeit dieser chronischen Krank­heiten nach dem einfachen Ähnlichkeitsprinzip verantwortlich sein sollten. Neben der direkten Ansteckung sollten sie sich auch über die Generationen weitervererben. Etwas vereinfacht könnte man die Miasmen also als relative Unheilbarkeitsfaktoren chronisch-erblicher Krankheiten bezeichnen. Hahnemann unterschied im einzelnen:

das syphilitische Miasma oder die Syphilinie in Anlehnung an die Syphilis,

das sykotische Miasma oder die Sykose in Anlehnung an die Gonorrhoe und

das psorisches Miasma oder die Psora in Anlehnung an die Krätze.  

In der gängigen Auffassung ist also ein Miasma eine hypothetische, im Hintergrund jedes chronischen Krankheitsgeschehens bestehende das Individuum übergreifende Metakrankheit, die diese mit einfachen homöopathischen Mitteln unheilbar bleiben läßt.  

Die individuell-chronische Krankheit  

Diese heute in der Homöopathie gängige Betrachtungsweise hat nach meiner Auffassung etwas Wesentliches übersehen: die zwischen diesen beiden Schritten liegende fundamentale praktische Leistung Hahnemanns, aus dem Konzept der akuten Krankheiten das Konzept der einfachen chronischen Krankheiten zu entwickeln. Dazu gehört hauptsächlich die Erweiterung der Anamnese auf alle Bereiche des Kränken, also weit über die Erkrankung im klinischen Sinne hinaus. In dieser für uns heute selbstverständlichen Zusammenfassung aller Erscheinungen und Einzelkrankheiten der Lebensgeschichte eines Individuums zu einer Einheit liegt das gedanklich Neue. Leider ist dieses grundlegende Konzept Hahnemanns zu den chronischen Krankheiten hinter dem miasmatischen Konzept der chronischen Krankheiten, jedenfalls unter diesem Namen, fast verschwunden.

Die Homöotherapie nach diesem einfachen Konzept der chronischen Krankheiten wird meist als "konstitutionelle Behandlung" bezeichnet, und das Heilmittel entsprechend als Konstitutionsmittel, auch wenn dabei die Phänomene der Körperkonstitution keine Rolle spielen müssen.

Hahnemann kam zu diesem Entwicklungsschritt insbesondere durch die Erschließung der mineralischen Heilmittel (im Gegensatz zu den pflanzlichen), deren AM-Bilder er in den "Chronischen Krankheiten" veröffentlichte.

Der Übergang von der individuell-chronischen Krankheit zur chronisch-miasmatischen Krankheit würde also einmal in der Einbeziehung der Vorfahren liegen. Dazu würden wir heute allerdings anmerken, daß auch Tendenzen zu einer individuell­chronischen Krankheit (im Sinne eines spezifischen "Arzneimittel-Krankseins") vererbt werden können.  

Die einzelnen Miasmen-Konzepte  

Nur ganz grob und oberflächlich möchte ich hier die Grundrichtung der verschiedenen heutigen Miasmen-Konzepte wiedergeben (Genaueres siehe: Weißhuhn, KH 40 (1996) 2, S. 4 9 ff):  

Ortega  
Er abstrahiert die Gesamtheit aller Erscheinungen unter einem etwas anderen Gesichts­punkt, nämlich (hier ganz grob vereinfacht) unter drei abstrakten Prinzipien, und zwar von Unterfunktion, Überfunktion und Fehlfunktion, die sich hinter den Vorsilben „Hyper“, "Hypo" und "Dys" verbergen. Nach demselben Prinzip werden die Arzneimittel untersucht und dasjenige ausgewählt, daß die größte Ähnlichkeit im prozentualen Miasmenverteilungsmuster aufweist.  

Sankaran
Er betrachtet die Miasmen als Grundtypen der Auseinandersetzung des Organismus mit sich und seiner Umwelt.
So findet er vier Krankheitsklassen:
das akute Miasma als die akute Auseinandersetzungsform mit heftiger Aktivität,
die psorische
Auseinandersetzungsform des Sich-Abmühens ("struggle")
die sykotische Auseinandersetzungsform als Festsitzen, Verstecken und Kompensieren
die syphilitische Auseinandersetzungsform als Zusammenbrechen und Destruktion.
Dazu kommen als Zwischenformen die typhöse Auseinandersetzungsform als krisenhaftes Ringen,
die "Ringwurm"-Form als abwechselndes Versuchen und Resignieren,
die Krebs-Auseinandersetzungsform als Perfektion als letzten Halt
die Malaria-Form als Bedrohungsabwehr abwechselnd mit Schwäche,
die tuberkulöse Form als hektisch-aktive Veränderung und
die lepröse Form der Auseinandersetzung als Hoffungslosigkeit.  

Mazi-Elisalde 
Er betrachtet die Miasmen als existentielle Grundhaltungen des Menschen, die innerhalb jedes einzelnen AM-Bildes bestehen. Dabei beschreibt er als Stadien der Auseinandersetzung: die primäre Psora, in der der Mensch seine Unvollkommenheit nicht akzeptieren kann und eine quasi göttliche Vollkommenheit anstrebt, und
die sekundäre Psora, in der das Leiden am Unvollkommensein manifest wird.
Darauf kann die Sykose mit Überkompensation und Verleugnung oder
die Syphilis als aggressiv-schuldzuweisende und zerstörende Haltung folgen. Sie gelten beide als tertiäre Psora.
Für die AM
-Findung ist die primäre Psora ausschlaggebend. Insgesamt spielt dabei die Existentialanalyse nach Thomas von Aquin eine bedeutende Rolle. Miasma ist hier eine sich in allen Lebensäußerungen ausdrückende menschliche Grundhaltung.

Becker
Vor etwa 10 Jahren habe ich in der Boller Phase hervorgehoben, daß die Miasmen wie die großen Seuchen eher ein Kollektiv als ein Individuum betreffen. Daraus habe ich auf eine chronisch-kollektive Dimension des Krankseins als Haupteigenschaft aller wie auch immer gearteten Miasmen geschlossen. Jedes Arzneimittel, das kollektive Phänomene berührt, hat so eine "miasmatische Dimension" bekommen.  

Miasmatische Phänomenologie
Hahnemann hat ursprünglich die Miasmen als Folgezustände nicht vollständig ausgeheilter ubiquitärer Seuchen betrachtet. Diese Seuchen bilden also die ursprünglichen 'Vor-Bilder" für die Miasmen. Durch zusätzliche (bisher leider wenig durchgeführte) homöopathische Prüfungen der Nosoden lassen sich empirisch-phänomenologisch "Miasmen-Bilder" finden.  

Il. Die Miasmen in der C4-Homöopathie  

In dieses begriffliche und vom Gegenstand her unklare "Durcheinander" bringt nun die C4-Homöopathie eine neue Ordnung, durch die die vielen einzelnen Aspekte der ver­schiedenen Betrachtungsweisen und Konzepte ihren jeweiligen Platz finden und sich zu einem sinnvollen Ganzen fügen können.    

Die 4 C-Stufen der C4-Homöopathie  

Voraussetzung dafür ist die Kenntnis der 4 C-Stufen und ihrer dimensionalen Ordnung der Phänomene, des Lebens und der Homöopathie:  

Als C0-Stufe wird die tote, von der Naturwissenschaft mathematisch beschreibbare Materie bezeichnet, im Falle des Menschen seine Leiche.  

Als CI-Stufe wird der belebte Körper, den eine vitale Lebenskraft belebt, bezeichnet, z.B. unserer Leib mit seinen Empfindungen und Modalitäten.  

Als C2-Stufe wird unser Emotionalkörper bezeichnet, in dem sich unser Gefühlsleben abspielt.  

Als C3-Stufe wird unser Mentalkörper bezeichnet, in dem sich unser Gedankenleben mit seinen geistigen Konzepten abspielt.  

Neu eingeführt wird die C4-Stufe unseres spirituellen Körpers, in dem sich unser wesentliches Sein abspielt.  

Diese immer feinstofflicheren Bereiche der Arzneiwirkung werden bei der resonanten Milchzucker-Handverreibung in der jeweiligen C-Verreibungsstufe des jeweiligen AM's erschlossen. Eine Verreibung über die C4-Stufe hinaus wird im Regelfall als überschwellig bezeichnet.

Im täglichen Lebensablauf kennen wir diese Stufen des inneren Potenzierungsvorgangs ganz selbstverständlich:  
Irgendein äußeres Ereignis (C0) passiert,  es trifft uns körperlich und löst eine Körperempfindung aus (C1), z.B. Schmerz.  
Meist wird dies automatisch emotional bewertet (C2), z.B. mit Schreck und Angst. Hier erleben wir das Geschehen seelisch wie von innen.  Dann können wir das Geschehen von außen reflektierend betrachten und es geistig versuchen zu verstehen (C3).

Damit sind wir jedoch nicht am Ende unserer Möglichkeiten angelangt, auch wenn die Verarbeitung des Lebensgeschehens hier meistens aufhört.  

Wir können uns auch noch fragen, was das Geschehen uns selbst denn angehen mag, was wir selbst damit zu tun haben mögen! Damit wären wir bei seiner wesentlichen Bedeutung (C4), die alle vorherigen Erfahrungen übersteigt. Um die Erschließung dieser Dimension geht es in der C4-Homöopathie hauptsächlich.    

Die C-dimensionale Einordnung der Miasmen  

Als Miasma bezeichnen die C4-Texte nun die unterste Ebene des Krankseins auf der C5-Stufe.

Über diese 5. Dimension des Lebens wissen wir noch recht wenig. Sie vermittelt zwischen den Archetypen selbst (die in der C6-Stufe zu Hause sind) und unserem individuellen Wesenskern (C4). Die C5-Dimension ordnet das einzelne Wesen in einen größeren kollektiven Zusammenhang ein, das wie ein Dach uns als Einzelwesen in einen kollektiven Zusammenhang einfügt. 
Es handelt sich bei der C5-Stufe also um eine überindividuelle Dimension, in der der universelle Geist (im Unterschied zum individuellen Mentalkörper, unserer eigenen C3-Dimension) eine wesentliche Rolle spielt.

Dieser universelle Geist versucht einen Zugang zur Erde zu finden (um diese zu erhöhen), wobei er auf die jeweilige Seele als Vermittler angewiesen ist. Dazu verführt er diese zu Grenzüberschreitung ihrer Bereiche, die allerdings für ihn notwendig und sinnvoll sind, "denn der universelle Geist ist von sich aus grenzenlos, ihm ist jede Begrenzung unnatürlich". Die Seelen lassen sich darauf ein, ohne die Konsequenzen dieses Schrittes im Voraus zu kennen. So gerät das Individuum in ein Miasma. Wir werden dies genauer im späteren Verlauf (ab 1999) der Großen Arzneimittel-Reise erfahren.  

Hier heißt es erst einmal:  
In all dem wird sich offenbaren, daß das eigentliche Problem das zwis
chen Geist und Erde ist, bei dem die Seele nur eine Vermittlungsrolle spielt, an der sie krankt, da sie nicht fähig ist, sie richtig zu vollziehen.  

Freiburg 1997